Die besten AM5 Mainboards 2026 - Vergleich, Kaufberatung und Test

Autor: hardwaredealz
5/5 aus 1 Bewertungen

Auf der Suche nach dem besten AMD Mainboard mit dem AM5 Sockel und Formaten wie ATX, Micro-ATX bis hin zu Mini-ITX, ausreichende Spannungsversorgung und Kühlung, M.2-Slots und USB-Anschlüssen, gute PCIe-Anbindung für deine Grafikkarte oder deinen Prozessor in einer bestimmten Preisklasse?

Hier findest du das perfekte Modell mit der besten Preis-Leistung für 100 Euro, 200 Euro bis hin zu über 400 Euro und so weiter.

Stand:

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1. Vorwort

Wenn du heute einen neuen PC planst, landest du bei AMD fast automatisch beim Sockel AM5: AMDs aktueller Plattform, die noch über mehrere Jahre mit neuen Ryzen-Generationen versorgt werden soll. Ein AM5-Mainboard ist deshalb nicht nur eine gute Basis für dein aktuelles System, sondern auch eine Investition in kommende CPU-Upgrades. Wie viel du davon tatsächlich hast, entscheidet sich am Mainboard: Es legt fest, wie schnell dein DDR5-Speicher laufen darf, wie viele M.2-SSDs mit PCIe 5.0 angebunden werden können und welche Anschlüsse wie USB4 oder Wi-Fi 7 dir überhaupt zur Verfügung stehen.


In dieser Kaufberatung stellen wir dir AM5-Mainboards für jedes Budget vor, vom günstigen Einstieg bis zum kompromisslosen High-End-Board zum Übertakten. Neben klassischen ATX-Platinen mit viel Platz für Anschlüsse und einer kräftigen Spannungsversorgung findest du hier auch kompaktere Micro-ATX- und Mini-ITX-Boards, falls du kleinere PCs bevorzugst. Ein Vorteil von AMD gegenüber Intel bleibt dabei unabhängig vom Formfaktor erhalten: Übertakten per Multiplikator ist bei nahezu jedem Chipsatz möglich, sodass du selbst mit einem günstigen B850-Board nicht automatisch darauf verzichten musst. Wenn du die stabilste Spannungsversorgung und die meisten Anschlüsse willst, greif zu einem X670E- oder X870E-Board.


Bei der Auswahl der Boards war uns eine für die jeweilige Preisklasse angemessene Spannungsversorgung besonders wichtig, denn ein zu schwaches VRM (Voltage Regulator Module) limitiert vor allem stärkere Ryzen-Prozessoren. Ebenso berücksichtigt haben wir die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers, die Anzahl und PCIe-Generation der M.2-Steckplätze sowie die Ausstattung bei LAN, WLAN und USB.


Ob kompaktes Mini-ITX- oder Micro-ATX-Board für ein platzsparendes System oder ein ausgewachsenes ATX-Mainboard für den nächsten Gaming-PC: Für jeden Formfaktor und jedes Budget haben wir in dieser Kaufberatung die passende Empfehlung für dich zusammengestellt.


Und falls du auch noch auf der Suche nach anderen empfehlenswerten Komponenten für deinen PC bist, geht es hier zu unseren anderen Kaufberatungen:

ATX Einsteiger: ASRock B850 Pro-A

2. ATX Einsteiger: ASRock B850 Pro-A

Der Einstieg in AMDs aktuelle Plattform AM5 muss nicht gleich teuer sein. Das ASRock B850 Pro-A bietet dir dafür als Einsteiger-ATX-Board eine solide Basis. Der DDR5 Arbeitsspeicher läuft über vier Steckplätze und lässt sich auf bis zu 256 GB ausbauen. Die Grafikkarte wird mit vollem PCIe-5.0-x16 angebunden, dazu kommt ein zweiter PCIe-4.0-x16-Steckplatz, der allerdings nur mit vier Lanes angebunden ist. Für SSDs stehen gleich vier M.2-Steckplätze bereit, einer davon mit PCIe 5.0, zwei weitere mit PCIe 4.0 und einer mit PCIe 3.0, ergänzt um vier SATA-Anschlüsse. Ein WLAN-Modul fehlt, dafür ist eine 2,5-Gigabit-LAN-Buchse von Realtek fest verbaut und ein Wi-Fi-Modul kann problemlos nachgerüstet werden. Die Spannungsversorgung fällt mit 14+2+1-Phasen für ein Einsteiger-Board erfreulich kräftig aus und lässt so auch mit stärkeren Ryzen-Prozessoren noch Spielraum nach oben. An Anschlüssen gibt es zwei USB-C-Ports, einer davon mit bis zu 10 Gbit/s, sowie mehrere schnelle USB-A-Ports, dazu sieben 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter. Wenn du ohne großes Budget auf AM5 setzen möchtest, bist du mit dem ASRock B850 Pro-A gut bedient.

ATX Mittelklasse: ASUS TUF Gaming B850-Plus WIFI

3. ATX Mittelklasse: ASUS TUF Gaming B850-Plus WIFI

Etwas mehr Leistungsreserven bietet dir das ASUS TUF Gaming B850-Plus WIFI. Das Mainboard versorgt auch stromhungrige und übertaktete Ryzen-Prozessoren zuverlässig ohne Probleme. Der DDR5-Speicher lässt sich über vier Steckplätze auf bis zu 256 GB erweitern. Für die Grafikkarte steht ein PCIe-5.0-x16-Steckplatz bereit, dazu kommen drei M.2-Steckplätze, von denen der oberste ebenfalls mit PCIe 5.0 angebunden ist. Bei der Funkausstattung ist ASUS bereits einen Schritt weiter als die Einstiegsklasse. W-Fi 7 und Bluetooth 5.4 sind vorhanden sowie eine 2,5-Gigabit-LAN-Buchse. Die Anschlussvielfalt fällt großzügig aus mit einem USB-C-Port mit bis zu 20 Gbit/s auf der Rückseite und einem zusätzlichen USB4-Header. Insgesamt sieben 4-Pin-Anschlüsse erlauben auch eine aufwendigere Kühlung mit mehreren Lüftern oder einer Wasserkühlung. Für die meisten aktuellen Gaming-Systeme mit AM5-Prozessor bietet das TUF Gaming B850-Plus WIFI dir auch ausreichend Reserven für die Zukunft.

ATX Oberklasse: MSI MAG X870E Tomahawk WIFI

4. ATX Oberklasse: MSI MAG X870E Tomahawk WIFI

Mit dem X870E-Chipsatz stellt das MSI MAG X870E Tomahawk WiFi die Oberklasse dar und bringt dir entsprechend viel Ausstattung mit, ohne dabei auf auffällige RGB-Beleuchtung zu setzen. Der DDR5-Arbeitsspeicher läuft über vier Steckplätze mit bis zu 256 GB und erreicht im übertakteten Betrieb bis zu 8.400 MT/s. Für Speicher stehen dir gleich vier M.2-Steckplätze bereit, zwei davon mit voller PCIe-5.0-Anbindung, die übrigen beiden mit PCIe 4.0. Bei der Netzwerkanbindung gibt es eine 5-Gigabit-LAN-Buchse sowie WLAN 7 und Bluetooth 5.4. Das Mainboard bringt zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s mit sich, dazu kommen weitere USB-3.2-Anschlüsse und insgesamt acht 4-Pin-Anschlüsse. Die Spannungsversorgung ist kräftig genug für die aktuell stärksten Ryzen-Prozessoren, wie die beliebten X3D-Modelle mit ihrem großen 3D-V-Cache. Auch optisch sticht das Board mit seiner schlichten schwarzen Farbe und den gelben Akzenten heraus. Wenn du also ein leistungsstarkes Gaming-System bauen möchtest, das auch in einigen Jahren noch mithalten soll, findest du im MSI MAG X870E Tomahawk WiFi eine perfekte Wahl.

Micro-ATX Einsteiger: ASRock B850M Pro-A

5. Micro-ATX Einsteiger: ASRock B850M Pro-A

Das ASRock B850M Pro-A ist als Micro-ATX-Variante eine gute Wahl für einen günstigen Einstieg in AM5. Technisch unterscheidet sich das Board kaum von der großen ATX-Ausführung B850 Pro-A. Beim Arbeitsspeicher stehen vier Steckplätze zur Verfügung, die sich mit DDR5-RAM auf bis zu 256 GB bestücken lassen. Die Grafikkarte findet an einem vollwertigen PCIe-5.0-x16-Steckplatz Platz. Für schnelle SSDs sind drei M.2-Steckplätze vorgesehen, einer mit PCIe-5.0-, die beiden anderen mit PCIe-4.0-Anbindung, dazu kommen vier SATA-Anschlüsse für klassische Laufwerke. Ein WLAN-Modul fehlt, kann aber nachgerüstet werden und es ist eine 2,5-Gigabit-LAN-Buchse von Realtek fest verbaut. Die Spannungsversorgung sitzt unter einem Aluminium-Kühlkörper und reicht auch für stärkere Ryzen-Prozessoren aus. Auf der Rückseite gibt es drei schnelle USB-A-Anschlüsse und einen USB-C-Port, dazu vier weitere USB-2.0-Anschlüsse sowie fünf 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter. Insgesamt ist das ASRock B850M Pro-A als Micro-ATX-Board eine unkomplizierte und preiswerte Grundlage für den Einstieg in AM5.

Micro-ATX Mittelklasse: MSI MAG B850M Mortar WIFI

6. Micro-ATX Mittelklasse: MSI MAG B850M Mortar WIFI

Wenn du bei deinem AM5-System im Micro-ATX-Format etwas mehr Ausstattung möchtest, findest du im MSI MAG B850M Mortar WiFi ein gutes Upgrade gegenüber Einsteiger-Boards wie dem B850M Pro-A. Das auffälligste Extra ist die Funkausstattung: Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 sind fest verbaut, dazu kommt eine schnelle 5-Gigabit-LAN-Buchse von Realtek. Beim Arbeitsspeicher bleibt es bei DDR5 über vier Steckplätze mit bis zu 256 GB. Die Grafikkarte wird über einen PCIe-5.0-x16-Steckplatz angebunden, ergänzt durch einen zweiten PCIe-4.0-x4-Steckplatz. Für SSDs stehen drei M.2-Steckplätze bereit, zwei davon mit voller PCIe-5.0-Anbindung über die CPU, der dritte mit PCIe 4.0 über den Chipsatz, dazu kommen vier SATA-Anschlüsse. Die Spannungsversorgung mit insgesamt 15 60-A-Smart-Power-Stages ist deutlich kräftiger ausgelegt als beim Pro-A und ermöglicht damit auch die sicherere Übertaktung stärkerer Ryzen-Prozessoren. An Anschlüssen gibt es einen schnellen USB-C-Port mit bis zu 20 Gbit/s sowie mehrere weitere USB-3.2-Ports, dazu sechs 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter. Wenn du dein AM5-System noch länger nutzen und dabei nicht auf moderne Anschlüsse verzichten willst, ist das MAG B850M Mortar WiFi eine optimale Wahl.

Micro-ATX Oberklasse: GIGABYTE X870M AORUS Elite WIFI7

7. Micro-ATX Oberklasse: GIGABYTE X870M AORUS Elite WIFI7

Mit dem X870-Chipsatz stellt das GIGABYTE X870M AORUS Elite WiFi7 die Oberklasse im Micro-ATX-Format dar und bringt trotz des kompakten Formats viel Ausstattung mit. Der DDR5-Arbeitsspeicher läuft über vier Steckplätze mit bis zu 256 GB und erreicht im übertakteten Betrieb bis zu 8.200 MT/s. Für Speicher stehen zwei M.2-Steckplätze bereit, einer mit voller PCIe-5.0-Anbindung über die CPU, der andere mit PCIe 4.0 über den Chipsatz, dazu kommen zwei SATA-Anschlüsse. Bei der Netzwerkanbindung gibt es eine 2,5-Gigabit-LAN-Buchse sowie Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Das Mainboard bringt zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s mit sich, dazu kommen weitere USB-3.2-Anschlüsse und insgesamt sechs 4-Pin-Anschlüsse. Die Spannungsversorgung ist kräftig genug für die aktuell stärksten Ryzen-Prozessoren wie die beliebten X3D-Modelle mit ihrem großen 3D-V-Cache. Wenn du ein leistungsstarkes, aber kompaktes Gaming-System bauen möchtest, das auch in einigen Jahren noch mithalten soll, findest du im GIGABYTE X870M AORUS Elite WiFi7 eine perfekte Wahl.

Mini-ITX Mittelklasse: ASRock Phantom Gaming B850I Lightning WiFi

8. Mini-ITX Mittelklasse: ASRock Phantom Gaming B850I Lightning WiFi

Das ASRock Phantom Gaming B850I Lightning WiFi ist im Mini-ITX-Format eine gute Wahl für einen einfachen Einstieg auf der AM5-Plattform in einem sehr kleinen Formfaktor. Der Arbeitsspeicher läuft mit DDR5 über zwei Steckplätze und lässt sich Mini-ITX-bedingt auf bis zu 128 GB bestücken. Für die Grafikkarte steht ein einzelner, aber vollwertiger PCIe-5.0-x16-Steckplatz von der CPU bereit. Beim Speicher gibt es zwei M.2-Steckplätze: Einer ist über die CPU mit PCIe 5.0 angebunden, der andere über den Chipsatz mit PCIe 4.0, dazu kommen zwei SATA-Anschlüsse. Bei der Netzwerkanbindung sind WLAN 6E und Bluetooth fest verbaut, dazu kommt eine 2,5-Gigabit-LAN-Buchse. Die Spannungsversorgung sitzt unter einem Aluminium-Kühlkörper und ist für die kompakte Bauform ordentlich dimensioniert. An Anschlüssen gibt es einen USB-C-Port sowie zwei weitere schnelle USB-A-Ports, dazu allerdings nur drei 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter, was bei einem kleinen Gehäuse aber meist ausreicht. Insgesamt ist das ASRock Phantom Gaming B850I Lightning WiFi ein guter und vergleichsweise guter Einstieg für ein kompaktes AM5-System.

Mini-ITX Oberklasse: MSI MPG X870I Edge TI Evo WIFI

9. Mini-ITX Oberklasse: MSI MPG X870I Edge TI Evo WIFI

Mit dem X870-Chipsatz stellt das MSI MPG X870I Edge TI Evo WiFi die Oberklasse im Mini-ITX-Format dar und bringt trotz des kompakten Formats viel Ausstattung mit. Der DDR5-Arbeitsspeicher läuft über zwei Steckplätze mit bis zu 128 GB, Mini-ITX-bedingt bleibt es bei zwei statt vier Slots. Für Speicher stehen dir drei M.2-Steckplätze bereit, einer mit voller PCIe-5.0-Anbindung direkt über die CPU, die beiden anderen mit PCIe 4.0 über den Chipsatz, wobei einer davon über die mitgelieferte 5-in-1-Xpander-Karte angebunden wird, dazu kommen zwei SATA-Anschlüsse ebenfalls über diese Erweiterungskarte. Bei der Netzwerkanbindung gibt es eine 5-Gigabit-LAN-Buchse sowie WLAN 7 und Bluetooth 5.4. Das Mainboard bringt zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s mit sich, dazu kommen weitere USB-3.2-Anschlüsse, allerdings nur drei 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter. Die Spannungsversorgung ist selbst für die stärksten Ryzen-Prozessoren wie die beliebten X3D-Modelle kräftig genug ausgelegt, auch für Übertaktung. Wenn du ein leistungsstarkes, aber besonders kompaktes Gaming-System bauen möchtest, das auch in einigen Jahren noch mithalten soll, findest du im MSI MPG X870I Edge TI Evo WiFi eine perfekte Wahl.

High-End OC: ASRock X870E Taichi OCF

10. High-End OC: ASRock X870E Taichi OCF

Das ASRock X870E Taichi OCF richtet sich nicht an den durchschnittlichen Gamer, sondern an alle, die beim Übertakten an die Grenzen gehen wollen. Bewusst sind nur zwei statt vier Speicherplätze verbaut. Das verkürzt die Signalwege und erlaubt besonders hohe Taktraten. Je nach Prozessor sind offiziell bis zu 10.400 MT/s möglich, die Kapazität des RAM liegt hier bei bis zu 128 GB. Bei der Erweiterung zeigt sich das Board großzügig: Zwei PCIe-5.0-x16-Steckplätze nehmen mehrere schnelle Erweiterungskarten auf, wobei der zweite elektrisch nur mit acht Lanes angebunden ist. Dazu kommen sechs M.2-Steckplätzezwei davon mit PCIe 5.0. Die Spannungsversorgung mit massiven Kühlkörpern gehört zu den stärksten, die aktuell für AM5 erhältlich sind. An Anschlüssen gibt es zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/sacht weitere schnelle USB-3.2-Gen2-Anschlüsse und sieben 4-Pin-Anschlüsse für aufwendige Kühllösungen. Wi-Fi 7 und eine 5-Gigabit-LAN-Buchse runden die Ausstattung ab. Wenn du beim Übertakten das Maximum aus deiner Hardware herausholen willst, dann ist das Taichi OCF die passende Plattform. Für ein normales Gaming-System hingegen ist es überdimensioniert.

11. Fazit

Die Wahl des passenden AM5-Mainboards hängt zunächst davon ab, wie zukunftsorientiert du planen möchtest. AMD hat den Sockel AM5 als seine aktuelle Plattform positioniert und mehrfach betont, ihn über mehrere Ryzen-Generationen hinweg beizubehalten. Ein AM5-Board ist also eine Investition für spätere CPU-Upgrades, ohne dass gleich ein neues Mainboard fällig wird.


Bei den Chipsätzen zeigt sich ein deutlich breiteres Feld als bei der Vorgängerplattform: B650 und B850 markieren die solide Einsteiger- und Mittelklasse und reichen für die meisten Nutzer völlig aus, während X670 und X870E zusätzliche Anschlüsse, mehr PCIe-Lanes und meist eine kräftigere Spannungsversorgung mitbringen. Gerade bei den aktuellen Ryzen-9-Modellen mit ihrem hohen Stromhunger lohnt sich ein Blick auf die VRM-Kühlung: Ein großzügig dimensionierter Kühlkörper verhindert, dass die Taktrate unter Dauerlast gedrosselt wird, während günstigere Prozessoren auf Einsteiger-Boards meist auch mit einfacherer Kühlung gut zurechtkommen.


Der größte technische Unterschied zu AM4 zeigt sich beim Arbeitsspeicher: AM5 setzt durchgehend auf DDR5, was gegenüber DDR4 nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern auch größere Gesamtkapazitäten von bis zu 256 GB ermöglicht. Auch bei den Erweiterungssteckplätzen hat sich einiges getan, denn viele AM5-Boards bieten inzwischen einen vollwertigen PCIe-5.0-x16-Steckplatz für die Grafikkarte. Bei M.2-SSDs zeigt sich derselbe Sprung nach oben: Ein CPU-seitiger Steckplatz mit PCIe-5.0-Anbindung ermöglicht doppelt so hohe Übertragungsraten wie PCIe 4.0, wovon aktuelle SSDs zunehmend profitieren.


Auch bei der Konnektivität hat sich die Plattform weiterentwickelt: Viele AM5-Boards setzen inzwischen auf WLAN 7 statt WLAN 6E, was vor allem höhere Übertragungsraten und weniger Störungen in Umgebungen mit vielen Funknetzwerken ermöglicht, wobei Wi-Fi 6E für die meisten Wohnungen weiterhin völlig ausreicht. Bei den USB-Anschlüssen taucht zudem immer häufiger USB4 mit bis zu 40 Gbit/s auf, das dir zusätzlich den Anschluss hochauflösender Monitore über denselben Port erlaubt.


Auch bei AM5 deckt diese Kaufberatung mehrere Formfaktoren ab, vom vollwertigen ATX-Board über kompaktere Micro-ATX-Varianten bis hin zu Mini-ITX für besonders kleine Gehäuse. Während die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der Formfaktoren bei AM5 mit denen von AM4 vergleichbar bleiben, wächst der Abstand zwischen Einsteiger- und Oberklasse-Boards spürbar: Gerade bei Mini-ITX und Micro-ATX zeigt sich das oft direkt an der Anzahl der M.2-Steckplätze, der Stärke der Spannungsversorgung oder daran, ob überhaupt ein aktuelles WLAN-Modul verbaut ist.


Mit AM5 holst du dir eine Plattform, die dich noch einige Jahre und CPU-Generationen begleiten kann, ohne dass du dafür gleich zum teuersten Board greifen musst. Entscheidend ist am Ende, dass Formfaktor, Anschlussausstattung und Spannungsversorgung zu deinem geplanten Prozessor und Gehäuse passen, statt dich von einzelnen Zahlenwerten wie der Phasenanzahl blenden zu lassen.