Die besten Gaming Tastaturen 2026 - Vergleich, Kaufberatung und Test

Autor: hardwaredealz
5/5 aus 337 Bewertungen

Du bist auf der Suche nach der besten Gaming-Tastatur für dich? Hier findest du das jeweils passende Modell mit der besten Preis-Leistung für 30 Euro, 50 Euro, 100 Euro und allen weiteren Preisklassen.

Stand:

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1. Vorwort

Dein Gaming-Setup steht und dir fehlt nur noch die richtige Tastatur? Wir klären auf, was hinter den verschiedenen Layouts, Switches und Features steckt und nennen dir die beste Preis-Leistung für deine Gaming-Tastatur.

Bei unserer Kaufberatung haben wir uns ausführlich Gedanken gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir guten Gewissens keine Rubberdome-Tastaturen empfehlen können. Das macht sich im Budget-Bereich bemerkbar, da diese Tastaturen in der Herstellung am günstigsten sind, und wir daher auch keine Gaming-Tastatur für unter 30 Euro empfehlen können. Eine kurze Erklärung der wichtigsten Begriffe findest du am Ende des Artikels.


In der letzten Zeit haben auch immer mehr die sogenannten Custom-Keyboards beziehungsweise allgemein das Thema Tastatur-Modding an Beliebtheit dazugewonnen. Bei diesen Tastaturen geht es weniger um die herkömmlichen Gaming-Features und eine tolle RGB-Beleuchtung, sondern viel mehr darum, was eine Tastatur ausmacht, nämlich das Tippen! Bei diesen Tastaturen wird sehr viel Wert auf den Klang der Tastenanschläge und das Tippgefühl gelegt.


Eine mechanische Tastatur ist für uns der Mindeststandard, den wir dir empfehlen möchten. Die Investition gegenüber einer günstigeren Rubberdome-Tastatur lohnt sich, besonders auf die Zeit gerechnet. Natürlich gibt es noch weitere Schaltertechniken, die aber meist erst im gehobenen Preisbereich zum Einsatz kommen, aber gerade beim kompetitiven Spielen wichtige Vorteile mit sich bringen können. Was Tastaturen mit mechanischen Schaltern ideal für das Gaming macht, sind mehrere Eigenschaften. 


Der Auslösedruck bleibt für die angegebene Anzahl der Klicks konstant, genauso wie der angegebene Auslöseweg. Im Gegensatz dazu ändert sich beides bei Rubberdome-Tastaturen mit zunehmendem Verschleiß. Das macht die mechanischen Tastaturen nicht nur langlebiger, sondern auch zuverlässiger. Das Feedback kann durch die Auswahl der Switches bestimmt und an die persönlichen Vorlieben angepasst werden. Wenn die Tastatur zudem Hot-Swap-fähig ist, können die Switches ausgetauscht werden und du kannst den idealen Switch für dich finden, was gerade für den Einsteigerbereich interessant ist. 


In der folgenden Bestenliste erhältst du Empfehlungen für jedes Budget und auch den ein oder anderen Geheimtipp für eine Custom- oder Gaming-Tastatur.


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Und falls du auch noch auf der Suche nach anderem Zubehör wie Mäusen und Headsets bist:


Beste 30 Euro Gaming-Tastatur: Ducky One 2 Pro Mini

2. Beste 30 Euro Gaming-Tastatur: Ducky One 2 Pro Mini

Mit der Ducky One 2 Pro Mini bekommst du eine mechanische Tastatur, die dir mit ihrem 60-%-Layout für kleines Geld einen perfekten Start ins Gaming ermöglicht.

Die Gaming-Tastatur hat zwar nicht viele Features, sondern legt dafür Wert auf Minimalismus mit guter Qualität.

Als Switches sind Cherry MX RGB Black Switches mit einer Lebensdauer von 50 Millionen Klicks verbaut. Die Tastenkappen sind bei diesem Modell aus PBT, welche ein solides und robustes Gefühl vermitteln.

Auch das Gehäuse kann sich sehen lassen, der schlichte und moderne Rahmen ist aus Kunststoff gefertigt und die Tastatur kommt mit einem USB-C-Kabel als Anschluss.

Im Moment ist diese Tastatur preislich einfach sehr stark. Gerade für jeden Einsteiger ist das Gesamtpaket in diesem Preisbereich superpraktisch, um sich etwas auszuprobieren.

Wenn dein Tastaturkauf warten kann und du auf ein unschlagbares Angebot wartest, oder du auf der Suche nach weiteren Schnäppchen bist, kannst du auch unseren Gruppen auf WhatsApp und Instagram beitreten, in denen wir die Augen für dich offenhalten, oder öfter bei den Schnäppchen auf unserer Website vorbeischauen.

Beste 50 Euro Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller SGK25

3. Beste 50 Euro Gaming-Tastatur: Sharkoon Skiller SGK25

Mit der Sharkoon Skiller SGK25 bekommst du eine optisch ansprechende Tastatur, die unsere Top-Empfehlung für den Einsteigerbereich ist. Sharkoon, die ihren Schwerpunkt im Preis-Leistungs-Bereich gesetzt haben, behalten die wichtigen Key-Features der SGK50 S4 und spendieren zusätzlich einen Multimedia-Drehregler und LED-Stripes an der Seite. Auch das 75-Prozent-Layout gefällt uns besser, denn kompakt bleibt die Tastatur trotzdem. Auch diese Tastatur ist hot-swapable, das heißt, die Switches können ausgetauscht werden und du kannst Schalter mit unterschiedlichem Feedback, Auslösedruck und -weg ausprobieren. Gerade für den Einsteigerbereich ist das ideal.

Bei den verbauten Schaltern handelt es sich um geschmierte, lineare Huano RED Switches, deren Anschläge zusätzlich mit Schaumstoff unter der Platine gedämmt werden und eine Lebensdauer von 50 Millionen Tastenanschlägen haben. Der angegebene Auslöseweg liegt bei 2 mm und der Auslösedruck bei 40 g. Wenn du keine Lust hast, die Switches zu tauschen, kannst du auch einfach bei den verbauten bleiben, die zusammen mit dem schallgedämmten Kunststoffgehäuse ein gutes und leises Tippgefühl haben. Wenn du die Switches tauschen möchtest, ist der Sockel mit 3- und 5-Pin Switches kompatibel, die nötigen Werkzeuge für den Tausch liegen bei. Die Tastenkappen sind Double-Shot ABS und konkav, du kannst sie ebenfalls tauschen. Die RGB-Beleuchtung ist sehr gut sichtbar und wird durch die Stripes an der Seite nochmal hervorgehoben. Der Gesamteindruck ist stimmig, das Gehäuse kompakt und stabil, und das Drehrad hat eine spürbar taktile Regelung, was eine punktgenaue Steuerung ermöglicht.

Die Programmierung der zwei Makrotasten mit maximal 30 Aktionen erfolgt On-The-Fly auf dem 64 kB On-board-Speicher, sprich ohne Software. Eine Softwareunterstützung oder eine QMK- oder VIA-Integration wäre schön gewesen, gerade Richtung RGB-Konfiguration, die grundlegende Personalisierung ist aber gegeben.

Für uns stellt die Sharkoon Skiller SGK25 die perfekte Einsteiger-Tastatur dar. Bevor du viel Geld in die Hand nimmst, kannst du dich hier ausprobieren und hast bereits eine starke Tastatur, die über das Grundlegende hinausgeht. Uns gefällt zum Vorgänger in der Preisklasse das Upgrade mit dem Drehregler und den Stripes an der Seite. Auch das TKL-Format passt besser, denn Pfeiltasten erweisen sich im Alltag als sehr nützlich. Sharkoon zeigt mal wieder in diesem Preisbereich, wie es geht.

Beste 60 Euro Gaming-Tastatur: MCHOSE Ace 60 Pro

4. Beste 60 Euro Gaming-Tastatur: MCHOSE Ace 60 Pro

Zu unserer Freude ist diese Tastatur mittlerweile auch im ISO-Layout verfügbar, zwar ISO-Nordic, jedoch sind die Tasten alle an der gewohnten Stelle und können softwareseitig richtig belegt werden. Vorab, der Preis ist hier für eine Hall-Effekt-Tastatur einfach zu gut. Die Ace 60 Pro von MCHOSE kostet im günstigsten Fall knapp über 40 Euro, natürlich zuzüglich Versand, daher haben wir die Tastatur auch hier eingepreist. Wir sehen die Ace 60 Pro immer noch primär als Gaming-Tastatur, jedoch ist sie nun deutlich praktischer.

MCHOSE bietet fünf verschiedene vorgeschmierte Switches mit einem Auslösedruck zwischen 32 g und 40 g an und einem Tastenhub von 3,4 mm oder 3,5 mm. Für das ISO-Layout gibt es gerade leider nur eine Variante magnetischer Switches. Die Tastenkappen der Tastatur im 60-Prozent-Layout sind aus PBT und transparent. Das heißt, die RGB-Beleuchtung ist gut sichtbar und man merkt, dass hier nicht alles eingespart wurde, nur um Hall-Effekt-Schalter zu verbauen. Das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff, aber das gibt es auch bei teureren Tastaturen bis hin zur Wooting. Im Gehäuse sind außerdem zwei Lagen an Silikondichtungen und ein Aluminiumgitter, was das Tippgefühl deutlich über den Budget-Bereich hebt.

Die Tastatur hat 8.000 Hertz Polling-Rate, eine angegebene Latenz von 0,1 ms und das Beste, eine Software im Webbrowser, die einen Download nicht erforderlich macht. Nicht jeder möchte nämlich eine chinesische Software auf seinem PC installieren, und das ist hier eben nicht notwendig. 

Darüber hinaus ist die Software-Umsetzung so gut wie fast bei keinem anderen günstigen Hersteller. Rapid Trigger, Switch-Kalibrierung, Dead-Zone-Konfiguration, Dynamic Keystroke, Snap Tap, alles ist nicht nur vorhanden, sondern funktioniert einwandfrei und auch Feinheiten, wie das optionale Continuous Rapid Trigger, bei dem Rapid Trigger auch über dem Auslösepunkt aktiv ist, sind einstellbar. Deine Einstellungen kannst du einfach auf dem Onboard-Speicher deiner Tastatur ablegen, sodass du immer darauf Zugriff hast und zwischen Gaming und Typing schnell wechseln kannst.

Die MCHOSE Ace 60 Pro hat uns einfach umgehauen und davon überzeugt, sie dir empfehlen zu müssen. Die Möglichkeit, das gesamte Feature-Set von Hall-Effekt-Switches komfortabel und verständlich über den hervorragenden Webbrowser-Support nutzen zu können, in einer mehr als ordentlich verbauten Tastatur für weit unter 100 Euro, macht die Tastatur zu unserem Gaming-Highlight. Hier hat man nicht schnell etwas zusammengepfuscht und auf den Markt geworfen, sondern ein durchdachtes Konzept umgesetzt.

Beste 80 Euro Tastatur: Endorfy Thock V2

5. Beste 80 Euro Tastatur: Endorfy Thock V2

In diesem Bereich können wir dir die Endorfy Thock V2 empfehlen, welche dir eine Kombination aus Funktionalität und Gaming-Features bietet. Die Ausstattung und Verarbeitungsqualität ist ausgezeichnet, egal ob du die Tastatur zum Arbeiten oder Zocken verwenden willst.

Die ENDORFY Thock V2 ist eine ausgezeichnete Full-Size-Tastatur im Preis-Leistungs-Bereich, die selbstverständlich Hot-Swap-fähig ist. Zum Einsatz kommen hauseigene lineare rote Switches, die vorgeschmiert sind, einen Vorlaufweg von 2 mm besitzen und einen Auslösedruck von 45 g. Das Gehäuse mit Aluminiumoberseite ist dreifach gedämmt und fühlt sich wirklich wertig an. Die PBT-Tastenkappen runden das Erscheinungsbild ab und bieten dir eine langfristige Beschriftung der Tasten. Ein Drehregler ermöglicht dir die handliche Steuerung verschiedener Funktionen.

Die Software lässt dich die ARGB-Beleuchtung in verschiedenen Modi einstellen und individuell akzentuieren, natürlich ist dort auch die Makroprogrammierung und Multimediatasten-Belegung möglich, sowie die Konfiguration des Drehreglers.Die Tastatur ist kabelgebunden, was wahrscheinlich ein Kompromiss war, um die Tastatur zu einem attraktiven Preis anbieten zu können.

Mit der Thock V2 hat Endorfy unserer Meinung nach an den richtigen Schrauben gedreht und eine preislich attraktivere und trotzdem qualitativ hochwertige Gaming-Tastatur herausgebracht, die uns von der Verarbeitungsqualität, dem Tippgefühl und den verwendeten Komponenten überzeugt.

Beste 100 Euro Tastatur: Akko MOD68 HE ISO

6. Beste 100 Euro Tastatur: Akko MOD68 HE ISO

Die MOD68 HE ISO von Akko ist eine ausgezeichnete Gaming-Tastatur in einem Aluminium-Case mit den Akko AstroAim Magnetic Switches und einer Dichtungsmontage. Unserer Meinung nach bekommst du hier starke Gaming-Features durch die Hall-Effekt-Schalter, musst dafür aber weder auf Verarbeitungsqualität noch Tippgefühl verzichten.

Die Tastatur im 65-%-Layout sieht, im Gegensatz zur Verpackung, sehr schlicht aus. Die schwarzen und durchsichtigen Tastenkappen sitzen in einem matten CNC gefrästen Aluminiumgehäuse, das sehr stabil und kompakt auf dem Tisch steht. Die Dichtungsmontage gibt den Tastenanschlägen ein sehr sattes und gut gedämpftes Gefühl. Der Klang ist, wie von magnetischen Schalter gewohnt, etwas auf der helleren Seite.

Vom Datenblatt her liest sich die Ausstattung als elitär mit einer Abfragerate von 8.000 Hz, allen mit HE-Schaltern verbundenen Features, einer 500-Hz-ARGB-Beleuchtung und einem Web- und Cloud-Treiber. Die verbauten linearen AstroAim Switches haben eine Auslösekraft von 35 cN und einen Gesamtweg von 3,5 mm. Ob beim Gaming oder beim Schreiben von Texten, mit der MOD68 HE bist du perfekt aufgestellt, um Höchstleistungen aus dir herauszukitzeln.

Die Tastatur liegt in der kabelgebundenen Variante etwas über der 100 Euro Marke. Für die Wireless Version musst du rund zehn Euro mehr hinlegen, bekommst dafür aber einen 10.000 mAh großen Akku.

Das Gesamtpaket der MOD68 HE hat uns sehr beeindruckt, da hier eine erstklassige und qualitativ hochwertige Gaming-Tastatur angeboten wird, deren Preis eine Kampfansage an die Konkurrenz ist. Wie gewohnt ist das Tippgefühl bei Akko-Tastaturen besonders gut und wird von einem edlen Aluminiumgehäuse komplementiert.

Alternative: GAMAKAY TK75HE V2

6.1 Alternative: GAMAKAY TK75HE V2

Mit der GamaKay TK75HE V2 haben wir eine Tastatur ausgewählt, die es jetzt endlich im ISO-DE-Layout gibt und so auch für den heimischen Nutzer sehr attraktiv ist. Wir sind mehr als überzeugt von der Tastatur, da die Hall-Effekt-Features und der Tastenanschlag außergewöhnlich gut sind und wir außerdem etwas zu viel Spaß hatten mit dem kleinen programmierbaren Display. In diesem Preissegment wirklich einmalig! Wichtig ist es hier die Silent Switches im Shop auszuwählen!

Wir haben erneut die Version mit den Magnetic Phoenix Switches getestet, welche nicht nur analoge Hall-Effekt-, sondern gleichzeitig Silent-Switches sind und mit einer Lebensdauer von 100 Millionen Anschlägen angegeben werden. Der Eindruck der Verpackung ist immer noch schlicht, aber das hat uns bei der ANSI-Version auch nicht sonderlich gestört. Sehr erfreulich ist, dass GamaKay bei dieser Version das von uns kritisierte billige Kabel durch ein geflochtenes, hochwertigeres Kabel ersetzt hat. Die Tippeigenschaft der Tastatur ist dagegen weiterhin tadellos und überzeugt uns nach wie vor wie beim ersten Tippen. Das Highlight sind die leisen Tasten, die das Ergebnis aus einem schaumgedämpften Gehäuse mit einer dichtungsmontierten Leiterplatte, mit vorgeschmierten Switches und Stabilisatoren sind.  

Das zweite Hauptargument sind die vielseitigen Hall-Effekt-Taster, welche Features wie Dynamic Keystroke, Rapid-Trigger und Snap Tap ermöglichen, dank einstellbarem Vorlaufweg. Die Taster haben einen Auslösedruck von 48 Gramm, der mit 40 Gramm beginnt und bei 60 Gramm endet. Für den Fall, dass die Switches dir wirklich nicht gefallen oder wenn du etwas anderes ausprobieren möchtest, ist die Tastatur natürlich auch Hot-Swap-fähig. Die Software ist etwas unübersichtlich, das liegt aber auch an der enormen Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten, die wir aber gerne genutzt haben, um auf dem LCD-Display unsere eigenen GIFs und Memes abzuspielen. 

Als Gaming-Tastatur überzeugt die TK75HE V2 aber nicht nur wegen der Switches, sondern auch durch eine niedrige Latenz und eine Polling-Rate von 8000 Hertz. Die Tastatur ist außerdem sowohl mit Bluetooth als auch mit 2,4-GHz-Dongle nutzbar. Die TK75HE V2 kommt in einem ABS-Gehäuse, das sich leicht biegt, was auch ein Kritikpunkt an der Tastatur ist. Durch stärkeres Drücken der Tasten bewegt sich teilweise die oberste Reihe der Tasten, was störend sein kann und auf lange Dauer zu Ermüdung des Materials führen kann.

Die Hall-Effekt-Tastatur von GamaKay beeindruckt durch ein Tippgefühl, das für diesen Preis bemerkenswert ist, und ist nebenbei für Shooter und andere kompetitiven Spiele die ideale Gaming-Tastatur. Spielereien wie das LCD-Display oder auch der praktische Drehregler machen aus der TK75HE V2 darüber hinaus einen Multimedia- und Freizeit-Begleiter

Beste 150 Euro Custom-Tastatur: MonsGeek M1 V5

7. Beste 150 Euro Custom-Tastatur: MonsGeek M1 V5

Die MonsGeek M1 V5 ist für uns die beste Custom-Tastatur im Einsteigerbereich. MonsGeek hat eine mechanische Tastatur herausgebracht, welche den Einstieg in den Modding-Bereich erleichtert und das für einen erschwinglichen Preis. Hier musst du dich nicht nur auf das Austauschen der Tastenkappen oder Switches beschränken, sondern kannst von Grund auf die Tastatur anpassen, von den Stabilisatoren bis hin zur Dämpfungsmatte.

Du bekommst die Tastatur als Barebone (Grundgerüst) oder bereits fertig konfiguriert, was wir dir für den Anfang empfehlen, weil es insgesamt günstiger ist und du direkt eine funktionierende Gaming-Tastatur bekommst, die du Stück für Stück nach deinen Vorstellungen umbauen kannst. Bei der vormontierten M1 V5 kannst du zwischen den linearen V3 Piano Pro oder Rosewood Switches, den taktilen Creamy Purple Pro oder den clicky Creamy Cyan Switches wählen. Die Switches unterscheiden sich nicht nur beim Feedback, sondern auch beim Auslöseweg und -druck gibt es Unterschiede.

Die Tastenkappen sind aus PBT und im Double-Shot-Verfahren gefertigt. Im Lieferumfang befinden sich zusätzliche weiße Tastenkappen mit unterschiedlichen Motiven, die frei zur individuellen Gestaltung genutzt werden können und dir Lust auf die Möglichkeiten machen sollen, die du mit der M1 V5 hast.

Das massive Aluminiumgehäuse besteht aus zwei Teilen, welche nahtlos ineinander gesteckt werden, sodass ein monolithischer Eindruck erweckt wird. Das Gehäuse hat beträchtlichen Anteil am Gewicht von 1,88 kg und fühlt sich derart stabil an, dass eher dein Tisch zu Bruch geht als deine Tastatur. Die Tastatur kann per Textilkabel, Bluetooth 5.0 und mitgeliefertem 2,4 GHz-Dongle verbunden werden.

Das Auseinandernehmen funktioniert schraubenlos über ein Kugelschlusssystem, bei dem der untere Teil lediglich aus dem Gehäuse gedrückt werden muss. Anleitungen gibt es hierzu im Internet, die du eventuell vor dem ersten Öffnen konsultieren solltest.

Die Tastatur unterstützt die Websoftware VIA, was ganz dem Gedanken der einfachen Handhabung und Anpassung entspricht. In dieser Software kannst du zu den 15 voreingestellten Hintergrundbeleuchtungsmodi viele weitere selbst erstellen, genauso wie Makros programmieren oder Tasten neu belegen.

Ein absoluter Pluspunkt ist der 8.000 mAh große Akku, der bei ausgeschalteter RGB-Beleuchtung der Tastatur eine Laufzeit von bis zu 500 Stunden bescheren soll. Das Tippgefühl ist ausgezeichnet, auch wenn die Switches etwas beser geschmiert sein könnten, was aber auch direkt deine erste Mission sein kann, beim Kennenlernen deiner neuen Tastatur.

Die M1 V5 VIA von MonsGeek hat uns vollkommen überzeugt, dass sie der richtige Einstieg für eine Custom-Gaming-Tastatur ist. Für einen vergleichsweise günstigen Preis bekommt man ein ausgezeichnet verarbeitetes Gehäuse, eine flexible Software und eine Basis für zukünftige Gestaltungswünsche. Von uns gibt es eine ganz klare Empfehlung, denn wir hatten viel Freude beim Testen und sind davon überzeugt, dass du das auch mit der M1 V5 VIA haben wirst.

Alternative: Wooting 60HE+

7.1 Alternative: Wooting 60HE+

Wenn viele Hersteller ein Produkt nachahmen, dann spricht das unweigerlich für dessen herausragende Stellung. Wenn trotz vieler Versuche das Level trotzdem nicht erreicht wurde, scheint dann mehr dahinterzustecken, als es den Anschein hat. Die Rede ist von der Wooting 60HE+, der besten Gaming-Tastatur, die du für 200 Euro kaufen kannst. Wenn du bereit bist, so viel Geld in deine Gaming-Tastatur zu investieren, dann können wir dir nur zu Wooting raten.

Wooting hat mit der 60HE+ den Gaming-Tastatur-Markt revolutioniert. Das klingt erstmal hochtrabend, aber durch die gelungene Integration von Hall-Effekt-Schaltern und den damit verbundenen Features, haben sie viele Konkurrenten zum Nachziehen gezwungen.

Die vorkonfigurierte Tastatur im 60-%-Layout, welche die günstigste Variante darstellt, kommt mit analogen linearen Gateron Lekkar Switches der ersten Generation und 60 g Auslösedruck. Wooting bietet zusätzlich Federn in der Stärke 35, 45, 60, 70, 80 und 100 an, mit welchen du deine Switches nochmal deutlich feiner einstellen kannst.

Standardmäßig kommt die Wooting 60HE+ in einem ABS-Kunststoffgehäuse, für 200 Euro ist das schon etwas dürftig. Es besteht zwar die Möglichkeit, ein Upgrade auf ein Aluminiumgehäuse vorzunehmen, wenn du dir die Tastatur selbst konfigurierst, der Preis steigt dadurch aber um fast 50 Prozent! Nur so hast du aber auch die Möglichkeit, andere Switches in deine Tastatur zu konfigurieren. Hier kannst du dann Lekkar Switches der zweiten Generation auswählen, die leiser und besser vorgeschmiert sind. Beim Auslösedruck hast du dann die Wahl zwischen 45 g und 60 g, oder du wählst die Gateron Jade Switches. Inzwischen gibt es auch mehr Möglichkeiten, seine Tastatur besser zu dämpfen oder andere Anpassungen vorzunehmen.

Mit den verbauten magnetischen Switches bekommst du die Kontrolle über den Auslöseweg der Switches und die damit einhergehenden Funktionen Rapid Trigger und Dynamic Keystroke. Was Hall-Effekt-Trigger auszeichnet und welchen Vorteil sie genau bringen, kannst du gerne in unseren Erläuterungen nachlesen.

Mit Wootlility setzt Wooting den Maßstab für die Software-Umsetzung für Hall-Effekt-Switches. Du kannst auch im Webbrowser darauf zugreifen, was dich schnell und direkt deine Einstellungen anpassen lässt, ohne dass eine Software im Hintergrund laufen muss. Die Einstellung der Auslösewege ist intuitiv und durch die analogen Switches können zusätzliche Farbmodi gewählt werden, welche es bei herkömmlichen Tastaturen nicht gibt. Zum Beispiel das hellere Aufleuchten der RGB-Beleuchtung, je tiefer die Tasten gedrückt werden. An sich eine Spielerei, cool ist es trotzdem.

Die Makro-Programmierung erfolgt über die separate Open-Source-Software Wootomation. Auch hier kannst du dich komplett austoben oder auf den Support und die Ideen der Community zurückgreifen.

Am meisten Spaß macht es, die Wooting 60HE+ bis ins kleinste Detail nach deinen Vorlieben zu konfigurieren und den merklichen Fortschritt beim Movement oder in Spielmechaniken zu beobachten. Das Spielen mit der Tastatur fühlt sich unglaublich direkt an und Dinge, die dir früher deutlich schwerer gefallen sind, fallen dir durch Funktionen wie Rapid Trigger so leicht, dass eine Rückkehr zu einer anderen Tastatur undenkbar scheint.

Alternative: Endgame Gear KB65HE

7.2 Alternative: Endgame Gear KB65HE

Mehr Fokus aufs Gaming, dafür aber etwas weniger Komfort gibt es bei der aktualisierten Version der KB65HE von Endgame Gear, welche es jetzt auch mit 8K Polling Rate gibt. Die Tastatur überzeugt bei der Verarbeitung und auch den technischen Featuren und ist für uns eine der besten Gaming-Tastaturen, die du für rund 150 Euro kaufen kannst.

Endgame Gear hat mit ihrer Gaming-Tastatur schon in der ersten Version eine gute Figur gemacht, insbesondere durch die gelungene Integration von Hall-Effekt-Schaltern und den damit verbundenen Features. Durch die jetzt hinzugekommene 8K-Polling-Rate hat sie viele Konkurrenten in dem Preisbereich bei den Reaktionszeiten hinter sich gelassen. Im Gegensatz zu 8.000 Hertz bei Mäusen, können wir bei Tastaturen noch mehr Sinn in einer so hohen Abfragerate sehen. Da Hall-Effekt-Schalter auch hungriger beim Stromverbrauch sind, werden die meisten Tastaturen mit diesen Switches eben auch mit Kabel betrieben, was bei Tastaturen ebenfalls weniger stört, als an einer Gaming-Maus. Das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse fühlt sich absolut hochwertig an und sieht mit dem matten schwarz auch wirklich edel aus. Die Tastenanschläge klingen dank der Silent Switches für magnetische Schalter sehr gut und auch die Dämmung erfüllt ihren Dienst.

Die vorkonfigurierte Tastatur im 60-%-Layout, kommt mit Raesha Silent Magnet Switches, 28 g Auslösedruck und wirklich leisem Betrieb, trotz Metallgehäuses.

Mit den verbauten magnetischen Switches bekommst du die Kontrolle über den Auslöseweg der Switches und die damit einhergehenden Funktionen Rapid Trigger und Dynamic Keystroke. Was Hall-Effekt-Trigger auszeichnet und welchen Vorteil sie genau bringen, kannst du gerne in unseren Erläuterungen nachlesen. Die Einstellung der Auslösewege ist in der Software einfach anzupassen, erfordert aber etwas Geduld, bis du deinen persönlichen Sweetspot gefunden hast.

Beste 200 Euro Tastatur: MonsGeek M1 V5 TMR

8. Beste 200 Euro Tastatur: MonsGeek M1 V5 TMR

Die MonsGeek M1 V5 TMR ist für uns eine spannende Custom-Tastatur im Premiumbereich. MonsGeek verbindet hier zwei Welten, die sonst getrennt sind, mechanische und magnetische Switches auf einer einzigen Platine, sodass du die Tastatur einfach und individuell an deine Vorlieben anpassen kannst, ohne alles über mehrere Stunden auseinanderbauen zu müssen.

Der TMR-Sensor erlaubt dir, frei zu mischen. TMR-Switches messen die Tastenbewegung berührungslos über ein Magnetfeld, was extrem kurze und präzise Reaktionszeiten sowie frei einstellbare Aktuierungspunkte ermöglicht, ganz ohne den Verschleiß mechanischer Kontakte. Durch die Kombination aus beiden Switch-Arten kannst du zum Beispiel nur WASD mit magnetischen Switches bestücken und für den Rest beim klassisch mechanischen Tippgefühl bleiben. Die magnetischen Switches bringen dir dabei Rapid Trigger mit fein justierbarem Auslösepunkt.

Die Tastenkappen sind aus PBT im Double-Shot-Verfahren gefertigt, dazu bekommst du zusätzliche Kappen für die individuelle Gestaltung. Das massive Aluminiumgehäuse besteht aus zwei nahtlos ineinandergesteckten Teilen und wirkt dadurch wie aus einem Guss. Verbunden wird sie wahlweise per Kabel, Bluetooth oder mitgeliefertem Dongle.

Auseinandernehmen kannst du die MonsGeek komplett schraubenlos über ein Kugelschlusssystem. Für die Steuerung nutzt du den MonsGeek-Treiber, mit dem du die Einstellungen der analogen Schalter auf deine Vorlieben anpassen kannst, sowie die Beleuchtung und Makros. Der verbaute Akku sorgt dafür, dass du auch drahtlos bis zu 90 Stunden in deinen Sessions durchhältst, ohne laden zu müssen.

Für die Verarbeitungsqualität, Features, Dämpfung und den Klang lohnt es sich, tiefer in die Tasche zu greifen. Du bekommst eine Premium-Gaming-Tastatur für einen fairen Preis.

Beste 250 Euro Tastatur: Wooting 80HE

9. Beste 250 Euro Tastatur: Wooting 80HE

Die Wooting HE80 in ihrer Standardkonfiguration ist etwas teurer als die 60HE+, hat aber dafür ein 80-%-Layout und auch die besseren linearen Lekkar Switches der zweiten Generation verbaut. Die Mehrausgaben sind unserer Meinung nach gut investiert und wir raten auch zur 80HE, weil uns das Layout besser gefällt.

Hier ist es auch möglich, die Tastatur im Plastikgehäuse in drei unterschiedlichen Farben und mit anderen Switches zu konfigurieren. Auch hier kostet das Upgrade des Gehäuses ungefähr 100 Euro Aufpreis, jedoch bekommt man dafür ein Zinkgehäuse inklusive einer Reisetasche.

Von der Funktionsweise und der Software besitzt die 80HE die gleichen Vorteile wie ihr kleinerer Vorgänger, daher gibt es für sie ebenso eine absolute Empfehlung von uns.

Beste Full-Size (Budget): MSI FORGE GK320

10. Beste Full-Size (Budget): MSI FORGE GK320

Von MSI gibt es jetzt den Nachfolger der GK310, die FORGE GK320. Hier bekommst du eine preiswerte Full-Size-Tastatur, mit der du Arbeit und Gaming auf deinem Schreibtisch verbinden kannst. Die Tastatur kommt mit Ziffernblock im Fullsize-Format, Metalloberfläche, langlebigen mechanischen Switches, Multimedia-Rad und Hot-Swap Funktion. Für den Preis ist das eine ausgezeichnete Ausstattung.

Für uns macht das Gesamtpaket aus Ausstattung und der guten Verarbeitung die GK320 zur aktuell besten Budget-Tastatur mit Ziffernblock. Die magnetische Abdeckung aus mattem Plastik kann abgenommen werden und fördert die Aluminiumverkleidiung zu Tage. Die Tastatur eignet sich so mit der Abdeckung optisch für den unauffälligen Büroalltag, ohne die Abdeckung, mit der RGB Beleuchtung und den mechanischen Switches fürs Gaming nach Feierabend.
Du bekommst hier lineare, mechanische Schalter mit einer Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen, die durch die Hot-Swap Funktion auch mit den Switches von anderen Herstellern ersetzt werden kann. Gerade im Einsteigerbereich kannst du dich so ausprobieren und die passenden Switches für deine Tastatur finden.

Die Tastenkappen sind aus ABS im Double-Shot Verfahren gefertigt. Die RGB Beleuchtungs-, Makro- und Multimedia-Steuerung erfolgt über Hotkeys, was schnell und simpel geht, trotzdem wäre eine zusätzliche Software wünschenswert gewesen. Die Tastatur wird mit einem 160 cm Kabel über USB 2.0 angeschlossen; für eine Wireless-Tastatur mit dem Formfaktor muss man tiefer in die Tasche greifen.

Mit der MSI FORGE GK320 können wir dir eine günstige Full-Size-Tastatur empfehlen, die mit mechanischen Switches und Multimedia-Rad sowohl für Büro als auch Freizeit bestens geeignet ist. Die Metalloberfläche und die Hot-Swap Funktion sind für diesen Preisbereich ausgezeichnet.

Full-Size Alternative (100 Euro): Akko 5098B

10.1 Full-Size Alternative (100 Euro): Akko 5098B

Die Akko 5098B ist eigentlich keine Geheimempfehlung mehr, denn der Hersteller ist schon seit längerem bei Tastatur-Liebhabern bekannt für das erstklassige Tippgefühl seiner Tastaturen. Auch hier kommen eine gute Verarbeitung, ein ansprechendes Design und eine starke Preis-Leistung zusammen und das in einem sehr attraktiven Format.

Das Tippgefühl der Gasket-Mount-Tastatur hat bei uns ordentlich Eindruck hinterlassen. Das Zusammenspiel der aufwendigen Bauweise mit mehreren Schichten Dämpfungsmaterial, butterweichen Stabilisatoren und den vorgeschmierten V3 Piano Pro Switches machen diese Tastatur zu einem der Lieblinge in unserer Redaktion. Die Switches sind natürlich mit gängigen 3- und 5-Pins austauschbar, um Speed-Switches zu verbauen oder einfach nur deine Lieblingsschalter.

Die Tastatur mit TFT-Screen ist, wenn man es ganz genau nimmt, keine Full-Size-Tastatur im klassischen Sinn, sondern ein Compact Format. Der Block um die Entfernen-Taste ist teilweise in die F-Tasten-Reihe gewandert und die Pfeiltasten sowie der Ziffernblock sind eingerückt. So bekommst du eine Mischung aus kompaktem Design und Funktionalität, die perfekt zum Einsatzgebiet der Tastatur passt. Die Office-Kompatibilität zeigt sich auch an dem kleinen Schalter auf der Rückseite, welcher dich zwischen Mac und Windows umschalten lässt.

Auch die sonstige Ausstattung lässt wenig Wünsche übrig. Der 8000 mAh Akku lässt sich schnellladen, die RGB-Beleuchtung, die Makrobelegung und der 1,47 Zoll LED-Bildschirm lassen sich per Akko Software personalisieren. Die Verbindung ist möglich per 2,4 GHz-Dongle, Bluetooth 5.0 oder fürsGaming auch per USB-C-Kabel. Die kleine vertikale Walze kann die RGB-Beleuchtung steuern, wovon es übrigens auch eine Art Unterbodenbeleuchtung gibt. Das Gehäuse ist leider nur aus ABS, hat aber quasi keinen Flex und auch ein ordentliches Gewicht.

Mit der Akko 5098B bist du tagsüber Schreibtischtäter und nachts im Gaming-Business. Das Tippgefühl ist überragend und die Preis-Leistung für eine Full-Size-Tastatur mit TFT-Screen und Scroll-Walze ziemlich stark. Hier bekommst du das Beste aus beiden Welten, eine mehr als starke Gaming- und Office-Tastatur.

Full-Size Alternative (200 Euro): Corsair Vanguard PRO 96 Hall Effect

10.2 Full-Size Alternative (200 Euro): Corsair Vanguard PRO 96 Hall Effect

Die Corsair Vanguard PRO 96 überzeugt sowohl als Gaming- als auch Multimedia-Tastatur. Zum einen werden hier analoge Schalter verbaut, zum anderen bekommst du eine starke Ausstattung und clevere Zusatzfunktionen.

Nicht jeder möchte eine Tastatur im TKL Format oder noch kleiner. Gerade wenn du deine Tastatur zur Steuerung eines Multimediasystems und/oder zum Arbeiten nutzt, kommen dir bei dieser Tastatur der Ziffernblock, der Drehregler, die Makrotasten an der linken Seite oder das virtuelle Streamdeck sehr gelegen. Zudem hat die Tastatur einen 1,9" LCD Screen, was für uns aber mehr zu Lifestyle zählt, als zu Funktionalität. Deutlich praktischer sind dagegen die "Game-Mode"-Taste, welche die Windowstaste deaktiviert, oder die "Elgato"-Taste, mit der du ein virtuelles und konfigurierbares Streamdeck aufrufst. Trotz all dieser zusätzlichen Funktionen hat die 96-%-Tastatur eine durchaus kompakte Größe. Die Obserseite ist aus Aluminium und insgesamt fühlt sich die Tastatur sehr wertig an, was bei dem Preis auch zu erwarten ist. Die Tastenanschläge der hauseigenen MGX Hyperdrive Switches und der PBT Tastenkappen klingen dank der vierfachen Dämpfung sehr gut. Die Web-Software lässt dich bequem Konfigurationen an deiner Tastatur vornehmen, die Möglichkeiten bei analogen Schaltern sind gefühlt grenzenlos. 

Die Corsair Vanguard PRO 96 verbindet Gaming mit starkem Tippgefühl und komfortabler Multimedianutzung. Die Tastatur eignet sich unserer Meinung nach für alle, die sich eine Full-Size High-End-Tastatur wünschen, bei der auch Gaming großgeschrieben wird und die zusätzlich das gewisse Etwas hat.

11. Fazit

In diesem Abschnitt werden die einzelnen Komponenten und Features genannt, um daran festzumachen, was eine gute Tastatur ausmacht. Da Geschmäcker und Einsatzgebiete verschieden sein können, ist die Beurteilung einer Tastatur sehr individuell.

Switches:

Die haptisch und akustisch größten Unterscheidungen gibt es bei den Switches. Es handelt sich hierbei um die Schalter unter den Tastenkappen, welche den Kontakt zur Hauptplatine herstellen und die Tastenanschläge registrieren. Die Switches bestimmen den Auslösedruck und das Feedback der Tasten. Wir empfehlen nur mechanische, optisch-mechanische oder magnetisch-mechanische Switches. Rubberdome-Tastaturen haben nicht nur eine geringere Lebensdauer, sondern ein verwaschenes und sich über die Zeit änderndes Feedback.

Das Feedback der Switches wird in linear, taktil und clicky unterteilt. Das Farbschema kann sich unter den Herstellern unterscheiden.

  • Lineare Switches zeichnen sich durch eine möglichst lautlose Handhabung und ein möglichst geringes haptisches Feedback aus.

  • Taktile Switches haben ein haptisches Feedback, welches signalisiert, wann die Taste auslöst.

  • Clicky Switches geben neben einem haptischen auch ein akustisches Feedback, welches aber nicht simultan ausgelöst werden muss.

Der Hauptvorteil der taktilen und clicky Switches liegt darin, dass du die Tasten nicht immer vollständig durchdrücken musst, sondern auf Basis des erhaltenen Feedbacks den Auslösepunkt erkennen und die Taste bereits früher wieder loslassen kannst.

Wichtige Eigenschaften außer des Feedbacks sind Auslöseweg, Auslösedruck und natürlich die technische Funktionsweise.

Klassische mechanische Switches sind Schalter, die durch das Zusammendrücken einer Feder einen Schaltkreis schließen und somit ein Signal über das Auslösen der Taste übermitteln. Die Feder bestimmt den Auslösedruck, ist verschleißarm und garantiert somit über Jahre hinweg ein konstantes Tippgefühl.

Bei mechanischen Tastern gibt es eine Entprellverzögerung, die ein Zeitintervall darstellt, in welchem das mehrfache Öffnen und Schließen des Kontakts durch die Schwingung des Metalls am Kontakt ignoriert wird.

Welcher Tastatur Switch?

Optische Schalter kommen im High-End-Bereich zum Einsatz, wie bei den Maustastern werden die Klicks durch eine Lichtschranke ausgelöst. Optische Schalter zeichnen sich durch Langlebigkeit und eine geringe Latenz aus, außerdem entfällt die Entprellverzögerung. Es gibt auch bestimmte analoge optische Schalter, welche die Rapid Trigger Funktion besitzen.

Als neuer Goldstandard bei Gaming-Tastaturen gelten Hall-Effekt-Switches. Schalterbetätigungen werden hier durch Änderung eines Magnetfelds registriert, das ist nicht nur verschleißarm, da es keinen physischen Kontakt zwischen Sensor und Schalter gibt, sondern auch das Prellen und die damit verbundene Entprellzeit werden quasi komplett beseitigt. Zusätzlich macht es den Schalter unempfindlich gegen Verschmutzung, was ein Vorteil gegenüber optischen Switches ist.

Mit dem mechanisch-magnetischen Schalter sind viele neue Funktionen bezüglich des Auslösewegs möglich. Im Grunde kann festgestellt werden, wie weit die jeweilige Taste gedrückt ist und in welche Richtung sie sich bewegt.

Diese Technik ermöglicht es, individuelle Auslösepunkte entlang des Auslösewegs festzulegen, mehrere Auslösepunkte auf eine Taste zu legen (DKS Dynamic Keystroke) und auch das Lösen der Tasten kann nach kurzem Hubweg registriert werden, so dass die Taste erneut ausgelöst werden kann (Rapid Trigger).

Simultaneous Opposing Cardinal Directions (SOCD) bedeutet, dass entgegengesetzte Richtungstasten gedrückt werden. Bei optischen und magnetischen Switches können verschiedene Einstellungen für diesen Fall vorgenommen werden, wie das Ausführen der jeweils zuletzt gedrückten Taste, was als Hardware Cheat angesehen wird und in manchen Spielen gebannt wurde. Diese Funktion wurde von Razer erfunden und Snap Tap genannt und mittlerweile auch von anderen Herstellern unter anderem Namen integriert.

Die Länge des Auslösewegs macht einen großen Anteil der realen Latenz einer Tastatur aus. Noch langsamer als beim Drücken der Taste bist du beim Lösen der Taste. Bei konventionellen mechanischen Tastern muss die Taste über den Auslösepunkt gehoben werden, damit diese erneut ausgelöst werden kann. Das braucht mehr Zeit und perfektes Fingerspitzengefühl. Ein Anwendungsbeispiel für Rapid Trigger ist das Strafing bei Shootern. Dynamic Keystroke ermöglicht dir die Mehrfachbelegung einer Taste, zum Beispiel das Gehen beim leichten Drücken einer Taste und das Sprinten beim vollen Drücken der Taste.

Spielt die Software bei konventionellen mechanischen Tastaturen nur eine Rolle bei der Erstellung von Makros, Tastenumlegung und RGB-Beleuchtung, gewinnt sie durch die vielen Möglichkeiten zur Feinjustierung an Bedeutung. Eine durchdachte und funktionelle Software wird in Zusammenhang mit magnetischen Switches unverzichtbar und hat einen erheblichen Einfluss auf die Funktionsweise der Switches.

Die Latenz spielt, wie bei der Gaming-Maus, eine nicht unerhebliche Rolle. Der effektivste Weg, diese zu verringern, ist die Einstellung des Auslösewegs der Taster. Von den verschiedenen Marken gibt es oft Speed-Switches, die einen kürzeren Vorlaufweg besitzen und somit deine Latenz effektiv verkürzen. Andere Schaltertechniken erlauben es dir, den Vorlaufweg individuell anzupassen.

Von einer Hot-Swap Tastatur spricht man, wenn die Switches austauschbar sind. Es ermöglicht dir, unterschiedliche Eigenschaften von Switches auszuprobieren und den für dich passenden zu finden. Achte darauf, dass die Tastatur und die Switches kompatibel sind.

Layout:

Der visuell auffälligste Unterschied bei Gaming-Tastaturen ist die Größe. Das Layout gibt an, welche Tasten vorhanden sind und wird meist in Prozent angegeben. Bei Gaming-Tastaturen wird häufig auf den Ziffernblock verzichtet, was mit Tenkeyless (TKL) oder 75%-Layout bezeichnet wird. Ohne die F-Tasten wird es 65%-Layout genannt und werden ebenfalls die Pfeiltasten eingespart, heißt es 60%-Layout. Welches Format man bevorzugt, ist Geschmackssache, unserer Meinung nach nimmt man sich damit teilweise Funktionen, die dann nur noch per Tastenkombination angesteuert werden können.

Zusätzlich wird zwischen ANSI- und ISO-Layout unterschieden. Das in Deutschland und wahrscheinlich dir vertraute Layout ist das ISO. Beim ANSI-Layout ist die Enter-Taste halb so hoch, geht dafür aber zwei Stellen in die Breite, zwischen ihr und der Löschtaste ist eine weitere Taste eingefügt. Außerdem ist die linke Umschalttaste, genauso wie die rechte Umschalttaste, ebenfalls zwei Tasten breit.

Montage:

Mit Gasket Mount, auf Deutsch Dichtungsmontage, wird ein spezieller Aufbau einer Tastatur beschrieben, der die Hauptplatine vom Rest des Gehäuses isoliert, um ein weicheres Tippgefühl zu erzeugen. Durch die zusätzliche Dämpfung wird die Vibration beim Tippen reduziert, das Ergebnis ist eine leisere Tastatur mit einem geschmeidigeren Tippgefühl. Der Montagestil kann sich unter den Herstellern unterscheiden, je nachdem wie viele Lagen und Anpassungen eingebracht werden.

Tastenkappen:

Auch bei den Tastenkappen bzw. Keycaps gibt es Unterschiede, die über die Höhe hinausgehen. Die Hauptunterschiede sind Material und Profil. Die am häufigsten verwendeten Materialien sind ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) und PBT (Polybutylenterephthalat). ABS ist günstiger, dafür ist PBT haltbarer. Wird die Beschriftung in einer zweiten Farbe eingespritzt, statt nur eingelasert, spricht man von Double-Shot Tastenkappen, welche deutlich länger lesbar sind. Bei Pudding Tastenkappen wird mit einer lichtdurchlässigeren Basis gearbeitet, um die RGB-Beleuchtung zu verstärken. Tastaturen haben zusätzlich unterschiedliche Profile, die sich in der Form der Tastenkappen, ihrer Höhe, der Wölbung und Neigung unterscheiden. Die gängigsten Profile in Europa sind OEM und Cherry, den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind aber kaum Grenzen gesetzt, nur passen sollten sie.

Gängige Funktionen:

Beim Key Rollover wird angegeben, wie viele Tasten gleichzeitig gedrückt werden können, ohne dass eine Eingabe unter den Tisch fällt. N-Key Rollover bedeutet, dass es dabei keine Grenze gibt. Das Anti-Ghosting stellt sicher, dass nicht ausgelöste Tastenanschläge auch nicht ausgeführt werden. Das könnte passieren, wenn viele Tasten im direkten Umfeld häufig betätigt werden, da die Taster auf einem gemeinsamen Schaltkreis sitzen. Beides gehört mittlerweile zum Standard und ist nur im Budget-Bereich erwähnenswert.

Die Polling Rate, zu Deutsch Abfragerate, gibt an, wie oft pro Sekunde die Tastatur Tastenanschläge übermittelt und wird in Hertz angegeben. Der Standard sind 1.000 Hz, was vollkommen ausreicht. Wie bei Gaming-Mäusen wird aber mit Polling-Raten bis 8.000 Hz geworben, was zugegeben bei Tastaturen etwas mehr Sinn ergibt durch die erhöhte Anzahl der Tastenanschläge.

RGB-Beleuchtung sieht nett aus, spielt bei unserer Bewertung aber erst bei höherpreisigen Modellen eine Rolle, da im Budget- und Preis-Leistungs-Bereich Funktionalität über allem steht. Außerdem kann die Steuerung der RGB-Beleuchtung deinem Computer Ressourcen entziehen. Pluspunkte werden trotzdem vergeben, wenn man sein PC-Setup mit einer passenden RGB-Tastatur abrunden kann.

Die Verarbeitungsqualität kann sich durch viele verschiedene Merkmale ausdrücken, die vom Spielraum der einzelnen Tasten über Material und Dämpfung des Gehäuses bis hin zu Sondertasten reichen können. Die Bewertung ist individueller als das Vergleichen der Spezifikationen, da manche lieber ein kompaktes Gehäuse haben, andere lieber mehr Einstellungsmöglichkeiten bevorzugen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unserer Community und ganz besonders den Hardware-Experten Niklas | Hardware Netzwerk, Skio - no DM, tark und TheSupercomputer auf Discord bedanken, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen, um dir immer die aktuell beste Gaming-Peripherie empfehlen zu können.

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