Die besten Gaming Handhelds 2026 - Vergleich, Kaufberatung und Test

Autor: hardwaredealz
5/5 aus 3 Bewertungen

Du suchst nach dem besten Gaming Handheld, das genau deinen Bedürfnissen entspricht? Hier findest du die aktuellen besten Modelle am Markt und was sie auszeichnet.

Stand:

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1. Vorwort

Vom Game Boy über die Nintendo Switch 2 bis zum Steam Deck: Handheld-Konsolen sind die perfekten Gaming-PCs für unterwegs.

Im Vergleich mit Gaming-Laptops punkten sie aufgrund ihres kleinen Formats durch eine bessere Transportfähigkeit, moderne Ausstattung wie OLED-Displays für farbenfrohe Gaming-Sessions sowie eine einfache Handhabung. Du kannst dein Handheld mit Windows 11 und Linux als Dual-Boot-System nutzen oder auch als Retro-Gaming-Emulator, wenn du dich wieder nostalgisch fühlen willst.

Während du bereits im Einsteigerbereich um die 300 Euro eine Nintendo-Switch-Konsole mit OLED-Bildschirm kaufen kannst, verlangen die großen Namen der Gaming-Hardware-Welt für ihre hohe Bildwiederholrate, den langanhaltenden Akku und moderne Hall-Effekt-Trigger sowie Hall-Effekt-Analogsticks weitaus mehr für ihre Handhelds.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an empfehlenswerten Handhelds, aber welche von ihnen sich wirklich für dich lohnen, zeigen wir dir in dieser Kaufberatung. Wir haben die besten Handhelds für dich ausfindig gemacht, um selbst die zwei Stunden Verspätung der Deutschen Bahn unterhaltsam zu gestalten. Wenn du also deine nächste Reise planst und nach verlässlichem Entertainment für unterwegs suchst, bist du hier genau richtig.

Die Nintendo Switch 2

2. Die Nintendo Switch 2

Die Nintendo Switch 2 setzt im Vergleich zur Vorgängergeneration vor allem bei der Hardware und der Displayqualität neue Maßstäbe. Das 7,9" große Display löst mit Full HD (1920x1080) auf und bietet eine deutlich höhere Bildwiederholrate, wodurch Spiele spürbar flüssiger dargestellt werden.

Im Inneren arbeitet ein neuer, deutlich leistungsstärkerer NVIDIA-Chip, der im Vergleich zur alten Switch-Generation sowohl in der CPU- als auch GPU-Leistung massiv zugelegt hat. Dadurch sind erstmals viele moderne Titel mit stabileren Framerates und teils deutlich verkürzten Ladezeiten möglich. Der interne Speicher wurde ebenfalls erweitert und bietet nun mehr Platz für digitale Spiele, zusätzlich bleibt die Erweiterung per microSD-Karte weiterhin möglich.

Die Nintendo Switch 2 bleibt ihrem Konzept treu und kombiniert Handheld- und Docking-Modus. Über die neue Docking-Station sind nun sogar höhere Auflösungen bis 4K (upscaling) am TV möglich, was die Nutzung am Fernseher deutlich attraktiver macht als zuvor.

Insgesamt bleibt der typische Nintendo-Charme erhalten, während die technische Basis endlich deutlich moderner wirkt. Besonders für neue Käufer ist die Switch 2 die klar bessere Wahl, da sie das bekannte Ökosystem mit deutlich mehr Leistung und Zukunftssicherheit verbindet. Der Preis liegt zwar höher als bei der Vorgängergeneration, bleibt im Vergleich zu anderen Gaming-Handhelds aber weiterhin attraktiv.

Das Steam Deck OLED

3. Das Steam Deck OLED

Auch das Steam Deck wurde mit einem OLED-Display neu aufgesetzt, zudem wurde die Hardware verbessert. Die effizientere CPU dank des 6 nm-Fertigungsverfahrens, ein um 25 Prozent größerer Akku, ein schnellerer Arbeitsspeicher und der vereinfachte Austausch von Komponenten sind in Zeiten geplanter Obsoleszenz ein willkommener Schritt Richtung Nutzerfreundlichkeit.

Das SteamOS auf Linux-Arch-Basis kann sowohl Fluch als auch Segen sein. Einerseits ist es ein stromsparendes, flexibles Betriebssystem mit einer großen Community, andererseits kann es bei Windows-Anwendungen und -Games zu Problemen kommen, besonders wenn man diese über einen anderen Client startet. Windows-Programme können auf dem Handheld genutzt werden, benötigen aber etwas mehr Arbeit als das Starten der Spiele aus der Steam-Bibliothek.

Was auf dem Papier keine Begeisterungsstürme auslöst, zeigt in der Anwendung, dass es sich beim Steam Deck OLED um ein durchdachtes Handheld handelt, das genau für diese Nutzung konzipiert wurde. Das Steam Deck überzeugt mit einem ausdauernden Akku, einem erstklassigen HDR-OLED-Display und einem cleveren Design. Das Steam Deck punktet genau in den Bereichen, die bei einem Handheld entscheidend sind, auch wenn der aufgerufene Preis ein mehr als stattlicher ist. 
Wer eine große Steam-Bibliothek besitzt, nach einem langanhaltenden Zeitvertreib für unterwegs sucht, findet im Steam Deck OLED den perfekten Begleiter.
 

Das ASUS ROG Xbox Ally X

4. Das ASUS ROG Xbox Ally X

Beim Spielen mit der ROG Xbox Ally X merkt man gleich, dass man hier näher am Spielerlebnis eines Gaming-Laptops dran ist als an einem Game Boy. Das 7 Zoll große Full-HD-Display mit 120 Hz zeigt dank der leistungsstarken AMD Ryzen AI Z2 Extreme APU flüssige Bilder, auch bei anspruchsvollen Titeln. Die Kombination aus aktueller Zen-5-Architektur und RDNA-3.5-Grafikeinheit sorgt dabei für eine hohe Spieleleistung und eine im Vergleich zur Vorgängergeneration verbesserte Energieeffizienz.

Beim Test hatten wir viel Freude an der ROG Xbox Ally X, und wenn die Netzabdeckung in Deutschland im 21. Jahrhundert ankommt, kann man sich gemeinsames Online-Gaming mit Freunden, wie vor dem heimischen Desktop, gut vorstellen. Verglichen mit dem Steam Deck oder der Nintendo Switch muss man leider feststellen, dass die Freude darüber nur so lange hält wie der Akku, und der ist relativ schnell leer. Auch bereiten uns die Meldungen aus der Community etwas Sorge, die hinsichtlich der Langzeitnutzung Kritikpunkte aufzeigen. Stichworte sind hier Stick-Drift und abnehmende Akkukapazität.

Insgesamt ist die ROG Ally sowohl von innen als auch außen ein Hingucker. Ein immersives Erlebnis mit den bekannten Spieltiteln ist nicht nur möglich, sondern macht auch noch Spaß. Unserer Meinung nach ist die ASUS ROG Xbox Ally X im Moment das beste Handheld in Bezug auf Preis-Leistung im High-End-Segment.
 

Das MSI Claw 8 AI+

5. Das MSI Claw 8 AI+

Wir haben die erste MSI Claw mit Intel Core Ultra bereits ausführlich getestet und sehen auch in der neuen MSI Claw 8 AI+ eine interessante Alternative zu den zahlreichen Handhelds mit AMD-Prozessor. Im Gegensatz zum Vorgänger setzt MSI nun auf die deutlich leistungsstärkere Intel Lunar-Lake-Plattform mit dem Intel Core Ultra 7 Prozessor und einer spürbar verbesserten Intel Arc Grafikeinheit. Die Schwächen der ersten Claw bei Effizienz und Gaming-Performance wurden damit weitgehend beseitigt, wodurch die Hardware ihr Potenzial deutlich besser entfalten kann.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die MSI Claw 8 AI+ vieles richtig macht. Das große 8-Zoll-Display mit 120 Hz sorgt für ein angenehmes Spielerlebnis, während der Intel Core Ultra 7 Prozessor in Kombination mit der neuen Arc-Grafik eine überzeugende Gaming-Performance liefert. Besonders positiv aufgefallen sind die Hall-Effekt-Trigger und Hall-Effekt-Analogsticks, die auch langfristig eine hohe Präzision versprechen und Verschleißerscheinungen wie Stick-Drift entgegenwirken können. Hinzu kommen der 80-Wh-Akku und die im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbesserte Energieeffizienz, wodurch die Claw 8 AI+ bei der Laufzeit zu den stärkeren Geräten ihrer Klasse gehört.

Das größte Problem der MSI Claw 8 AI+ bleibt der Preis. Die hochwertige Ausstattung, der große Akku und die aktuelle Intel-Hardware haben ihren Preis, wodurch die Claw 8 AI+ zu den teuersten Gaming-Handhelds auf dem Markt zählt. Wer jedoch Wert auf lange Akkulaufzeiten, moderne Intel-Technik und eine hochwertige Verarbeitung legt, erhält ein rundes Gesamtpaket, das sich nicht hinter der Konkurrenz von ASUS und Co. verstecken muss.

6. Fazit

Egal für welches Handheld du dich entscheidest, das Wichtigste ist, dass deine Bedürfnisse abgedeckt werden. Du holst dir keine moderne Handheld-Konsole, weil sie dir die maximale Gaming-Leistung für AAA-Games liefert, sondern weil sie für deine Reisen und deinen Alltag ein treuer Wegbegleiter sein soll.

Das Display ist mit die wichtigste Komponente eines Handhelds bei deiner Kaufentscheidung. Es gibt OLED, welches dir satte Farben liefert, tiefe Schwarztöne und blitzschnelle Reaktionszeiten, da jeder Pixel einzeln leuchtet. IPS hingegen punktet mit höherer Vollbildhelligkeit und spielt seine Stärken unterwegs auf Reisen aus, wo du gegen Sonnenlicht ankämpfen musst.

Bei der Auflösung bewegen sich Einsteigermodelle bei 1280 x 720 oder 1280 x 800, während Mittelklasse- und High-End-Handhelds zwischen 1920 x 1080 und 2560 x 1600 im 16:9- oder 16:10-Format liegen. 1080p, also Full HD, ist unserer Meinung nach der Sweet Spot.

Bei der Rechenleistung dominieren AMD-CPUs mit Radeon-iGPU, doch Intels neue Arc-G3-Prozessoren mit Arc-B390-iGPU mischen das High-End-Segment auf und punkten dank acht E-Cores und vier Low-Power-E-Cores mit mehr Effizienz. Upscaling-Techniken wie AMDs FSR 3.1 oder Intels XeSS 2 holen zusätzliche Leistung heraus. Gerade bei 1080p-Displays fallen die Artefakte des Upscalings kaum auf. Eine hohe Bildwiederholrate von 90 bis 120 Hz sorgt in genügsamen Titeln wie Stardew Valley oder Hollow Knight für butterweiche Bilder, während du dich bei fordernden Spielen wie Cyberpunk 2077 ohnehin nur den 60 FPS näherst, ähnlich wie bei einer PlayStation 5. Sie erreicht im Leistungsmodus in Cyberpunk 2077 gerade so durchschnittlich die Marke von 60 FPS.

Gewicht und Ergonomie solltest du auch nicht außer Acht lassen. Die meisten Handhelds wiegen zwischen 600 und 700 Gramm, High-End-Geräte tendenziell etwas mehr. Wenn du dazu noch kleinere Hände hast, solltest du das unbedingt mit einplanen. Eine gute Balance zwischen Bildschirmgröße, um fürs Gaming und YouTube-Schauen genug Bildfläche zu haben, und dem Gewicht des Handhelds wird dir das Leben erleichtern.

Auch bei den verbauten Sticks gibt es verschiedene Technologien. Hall-Effekt-Sticks arbeiten verschleißfrei über Magnetfelder und verhindern so den gefürchteten Stick-Drift, ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Potentiometer-Sticks.

Was bei den meisten Handhelds möglich ist, ist, dass sich der Speicher fast überall per MicroSD erweitern lässt. Dadurch kannst du jederzeit mehr Games herunterladen, auch wenn dein Speicher volllaufen sollte. Selbst das Betriebssystem kannst du mit etwas Recherche neu aufsetzen und zwischen Linux (SteamOS, Bazzite, ...) oder Windows 11 hin- und herwechseln.

Wenn du weißt, welche Games dich unterwegs begleiten sollen, ob Retro-Klassiker oder volle AAA-Power, findest du mit diesen Kriterien garantiert das passende Handheld für dich.