Die besten Intel Mainboards 2026 - Vergleich, Kaufberatung und Test

Autor: hardwaredealz
5/5 aus 1 Bewertungen

Auf der Suche nach dem besten Intel Mainboard mit dem richtigen Sockel wie LGA1700 oder LGA1851, ausreichende Spannungsversorgung und Kühlung, M.2-Slots und USB-Anschlüssen, gute PCIe-Anbindung für deine Grafikkarte oder deinen Prozessor in einer bestimmten Preisklasse?

Hier findest du das perfekte Modell mit der besten Preis-Leistung für 100 Euro, 200 Euro bis hin zu 400 Euro und so weiter.

Stand:

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1. Vorwort

Ein leistungsstarkes Mainboard ist das Fundament jedes Gaming-PCs. Denn was bringt dir die schnellste Intel-CPU, wenn das Mainboard bei der Spannungsversorgung, der Arbeitsspeicher-Anbindung oder den Anschlüssen an seine Grenzen stößt? Das Mainboard entscheidet, welchen Prozessor du einsetzen kannst, wie viel und wie schnell dein DDR5- oder DDR4-Arbeitsspeicher angebunden ist, wie viele M.2-SSDs mit PCIe 5.0 oder PCIe 4.0 Platz finden und welche Verbindungsmöglichkeiten wie USB-C, WLAN 6E oder WLAN 7 dir zur Verfügung stehen.

In dieser Kaufberatung stellen wir dir die besten Intel-Mainboards in den verschiedenen Preisklassen von Einsteiger bis High-End mit Overclocking-Potenzial vor. Bei Intel gibt es aktuell zwei relevante Plattformen: den etwas älteren LGA1700-Sockel mit Chipsätzen wie B760 und Z790 für Prozessoren der 12. bis 14. Core-i-Generation und den neuen LGA1851 mit beispielsweise B860- und Z890-Chipsätzen für die aktuelle Core-Ultra-Serie. Um auch CPUs mit hohem Power-Limit betreiben zu können, haben wir Mainboards mit für die jeweilige Preisklasse guter Spannungsversorgung und Kühlung ausgewählt. Wenn du deinen K-Prozessor per Multiplikator übertakten willst, um noch mehr Leistung herauszuholen, benötigst du bei Intel zwingend ein Mainboard mit Z-Chipsatz.


Wir berücksichtigen zudem Ausstattungsmerkmale wie die Menge und Geschwindigkeit des unterstützten Arbeitsspeichers, die Generation der verfügbaren PCIe-Steckplätze, die Anzahl und Geschwindigkeit von M.2-Slots und USB-Anschlüssen sowie die Möglichkeiten zur drahtlosen Verbindung mit Wi-Fi und Bluetooth.


Alle hier vorgestellten Boards nutzen den bewährten ATX-Formfaktor, die gängigste Größe für Gaming- und Allround-PCs. Egal, ob du ein günstiges Einsteiger-Motherboard für dein erstes Gaming-System suchst oder ein High-End-Mainboard für extremes Übertakten, in dieser Liste findest du für jede Preisklasse die passende Wahl.


Und falls du auch noch auf der Suche nach anderen empfehlenswerten Komponenten für deinen PC bist, geht es hier zu unseren anderen Kaufberatungen:

Intel 1700 Einsteiger: ASRock B760 Pro RS

2. Intel 1700 Einsteiger: ASRock B760 Pro RS

Das ASRock B760 Pro RS ist die günstige Basis für aktuelle Intel-Prozessoren der 12. bis 14. Core-i-Generation. Es setzt auf DDR5-Arbeitsspeicher und unterstützt bis zu 256 GB, verteilt auf vier Steckplätze. Die Grafikkarte wird bei diesem Board mit PCIe 5.0 x16 angebunden und es können zwei M.2-SSDs mit PCIe 4.0 eingebaut werden. Netzwerktechnisch bietet dir das Mainboard einen 2,5-Gigabit-LAN-Anschluss, auf Wi-Fi muss in dieser Preisklasse verzichtet werden. Allerdings lässt sich ein WLAN-Modul über den freien M.2/E-Key-Slot nachrüsten. Die Spannungsversorgung ist mit einem Kühlkörper abgedeckt, was für den Preisbereich nicht selbstverständlich ist. Bei den Anschlüssen gibt es unter anderem USB-C mit bis zu 10 Gbit/s sowie mehrere klassische USB-A-Ports. Auch sieben 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter oder eine AiO stehen dir zur Verfügung. Für ein einfaches Gaming-System als Einstieg ist das B760 Pro RS mit seinem ATX-Formfaktor eine gute und unkomplizierte Wahl in der Einsteiger-Preisklasse.

Alternative: GIGABYTE B760 Gaming X DDR4 Gen5

2.1 Alternative: GIGABYTE B760 Gaming X DDR4 Gen5

Wenn du noch DDR4-Arbeitsspeicher im Schrank liegen hast oder bewusst Geld sparen möchtest, bist du mit dem GIGABYTE B760 Gaming X DDR4 im ATX-Format gut bedient. Trotz DDR4-Unterstützung bietet es bereits einen PCIe-5.0-Steckplatz für moderne und zukünftige Grafikkarten sowie drei M.2-Steckplätze mit PCIe-4.0-Anbindung für schnelle SSDs, beim Arbeitsspeicher sind auf vier Steckplätzen bis zu 128 GB möglich. Die Spannungswandler sind komplett mit einem Kühlkörper abgedeckt, was auch bei längeren Lastspitzen für stabile Temperaturen sorgt – für CPUs mit einer Leistungsaufnahme bis 200 Watt ist das Board vollkommen ausreichend, für die i9-Prozessoren empfiehlt sich eine bessere Hauptplatine. Als Anschlüsse stehen unter anderem jeweils ein USB-C- und USB-A-Anschluss mit bis zu 10 Gbit/s zur Verfügung sowie sechs 4-Pin-Anschlüsse und 2,5-Gigabit-LAN. Eine gute Wahl für dich, wenn du ein Upgrade planst, aber noch nicht auf DDR5 umsteigen willst.

Intel 1700 Mittelklasse: MSI MAG Z790 Tomahawk WIFI

3. Intel 1700 Mittelklasse: MSI MAG Z790 Tomahawk WIFI

Das MSI MAG Z790 Tomahawk WIFI ist eine gute Wahl, wenn du eine leistungsstarke Grafikkarte und einen potenten Prozessor der 12. bis 14. Core-i-Generation kombinieren möchtest. Die Spannungsversorgung ist deutlich kräftiger ausgelegt als bei den Einsteiger-Boards und wird von einem großzügigen Kühlkörper abgedeckt, was für Prozessoren mit hohem Verbrauch ausreichend Reserven bietet und auch zum Übertakten geeignet ist. DDR5-Speicher ist auf vier Steckplätzen bis zu 256 GB möglich, dazu kommen ein PCIe-5.0-Steckplatz und vier M.2-Steckplätze mit PCIe-4.0-Anbindung. Bei den Anschlüssen bekommst du unter anderem USB-C mit bis zu 20 Gbit/s sowie mehrere weitere USB-A-Ports, dazu WLAN 6E, 2,5-Gigabit-LAN und acht 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter und AiOs. Für ambitionierte Gaming-Systeme mit Blick auf spätere Aufrüstungen ist das Tomahawk mit ATX-Formfaktor eine gute Wahl in der mittleren Preisklasse für die 12. bis 14. Core-i-Generation der Intel-Prozessoren.

Intel 1851 Einsteiger: ASRock B860 Pro-A WiFi

4. Intel 1851 Einsteiger: ASRock B860 Pro-A WiFi

Mit dem Sockel 1851 startet Intels aktuelle Core-Ultra-Generation, und das ASRock B860 Pro-A WiFi bietet dafür eine solide Basis. DDR5-Speicher, ein PCIe-5.0-Steckplatz für die Grafikkarte sowie drei M.2-Steckplätze, davon einer mit Gen-5-Anbindung, sind mit an Bord. Beim Arbeitsspeicher sind auf vier Steckplätzen bis zu 256 GB möglich, mit einem maximalen Takt von 8.666 MT/s im übertakteten Modus. Großzügige Aluminium-Kühlkörper decken sowohl die Spannungsversorgung als auch den oberen M.2-Steckplatz ab. Bei den Anschlüssen gibt es unter anderem USB-C mit bis zu 20 Gbit/s sowie viele weitere USB-Ports und sieben 4-Pin-Anschlüsse. WLAN 6E und 2,5-Gigabit-LAN sorgen für eine schnelle Netzwerkanbindung. Wenn du auf die neueste Intel-Plattform setzen willst, ohne gleich in die Oberklasse zu investieren, ist das B860 Pro-A WiFi im ATX-Format ein guter Einstieg. Dieses Mainboard ist zudem auch vollkommen ausreichend für Intels Topmodelle wie den 270K Plus oder den 285K, sofern du nicht übertakten möchtest.

Intel 1851 Mittelklasse: ASUS TUF Gaming Z890-Plus WIFI

5. Intel 1851 Mittelklasse: ASUS TUF Gaming Z890-Plus WIFI

Das ASUS TUF Gaming Z890-Plus WIFI in ATX-Größe kombiniert den Sockel 1851 mit einer deutlich stärkeren Spannungsversorgung als die Einsteiger-Boards. Die Spannungswandler werden von zwei großen Kühlkörpern abgedeckt, was auch für die stärkeren Core-Ultra-Prozessoren mehr als genug Reserven bietet, womit Übertakten möglich ist. Der DDR5-Speicher ist auf vier Steckplätzen bis zu 256 GB nutzbar. Vier M.2-Steckplätze, davon einer mit PCIe-5.0-Geschwindigkeit, sieben 4-Pin-Anschlüsse für Lüfter und eine AiO sowie WLAN 7 und ein zusätzlicher Thunderbolt-4-Anschluss machen das Board zukunftssicher. Es steht ein schneller USB-C-Anschluss mit bis zu 20 Gbit/s zur Verfügung, welcher auch Geräte mit bis zu 30 Watt aufladen kann. Für Gaming-Systeme mit einer leistungsstarken Grafikkarte, bei denen auch in ein paar Jahren noch Luft nach oben bleiben soll für weitere Upgrades, ist das ASUS TUF Gaming Z890-Plus WIFI eine ausgezeichnete Wahl in dieser Preisklasse.

Intel 1851 High-End OC: ASUS ROG Maximus Z890 Apex

6. Intel 1851 High-End OC: ASUS ROG Maximus Z890 Apex

Das ASUS ROG Maximus Z890 Apex ist kein Board für den durchschnittlichen Gaming-PC, sondern gezielt für extremes Übertakten gebaut. Bewusst sind nur zwei statt vier Arbeitsspeicher-Steckplätze für bis zu 128 GB DDR5 vorhanden, was die elektrische Belastung des Speichercontrollers und der Leiterbahnen verringert und dadurch besonders hohe Speichertaktraten und niedrige Latenzen ermöglicht. Die Spannungsversorgung gehört zum Stärksten, was aktuell für den Sockel 1851 erhältlich ist, und wird von massiven Kühlkörpern mit Heatpipes gekühlt. Bei den Anschlüssen bekommst du gleich zwei schnelle USB-C-Ports mit bis zu 20 Gbit/s, zweimal Thunderbolt 4 mit bis zu 40 Gbit/s, neun 4-Pin-Anschlüsse für die Lüfter, AiO und Pumpen, dazu kommt noch WLAN 7. Wenn du das absolute Maximum aus deinem System herausholen möchtest, ist das Apex-Mainboard die perfekte Wahl. Für ein normales Gaming-System ist es dagegen deutlich zu überdimensioniert.

7. Fazit

Welches Mainboard für dich passt, hängt zunächst vom gewählten Sockel ab. LGA1700 ist die etwas ältere Plattform für Prozessoren der 12. bis 14. Core-i-Generation und dadurch meist günstiger. Durch die hohe DDR4-Nachfrage wird es für den LGA1700-Sockel auch einen Refresh geben, wodurch die Plattform wieder attraktiver für Einsteiger- und Mittelklasse-Gaming-Systeme gemacht wird. LGA1851 ist die aktuelle Plattform für Intels Core-Ultra-Prozessoren, allerdings auch etwas teurer. Zudem erscheinen voraussichtlich Anfang 2027 die Nova-Lake-Prozessoren, welche nicht auf den Sockel 1851, sondern auf LGA1954 setzen werden, dadurch wirst du für den Sockel LGA1700 keine Upgrades auf CPU-Ebene mehr bekommen. 


Bei den Chipsätzen gilt: B-Chipsätze wie B760 und B860 sind für die meisten Nutzer völlig ausreichend, während Z-Chipsätze wie Z790 und Z890 zusätzlich das Übertakten des Prozessors per Multiplikator erlauben und meist eine kräftigere Spannungsversorgung mitbringen. Für ein einfaches System ohne Aufrüstambitionen reicht ein Einsteiger-Board mit B-Chipsatz völlig aus. Wer einen leistungsstarken Prozessor betreiben oder in den nächsten Jahren aufrüsten möchte, ist mit einem Z-Chipsatz und einer kräftigeren Spannungsversorgung besser aufgehoben. High-End-OC-Boards lohnen sich dagegen nur für Enthusiasten, die gezielt übertakten oder Rekorde aufstellen wollen, und sind für den durchschnittlichen Gaming-PC meist überdimensioniert. Die Spannungswandler, auch VRM genannt, wandeln den Strom aus dem Netzteil in die Spannung um, die der Prozessor tatsächlich braucht. Unter Volllast, etwa beim Spielen mit aktiviertem Turbo-Takt, entsteht dabei Abwärme, und je heißer die VRM werden, desto eher drosselt das Mainboard die Leistung, um Schäden zu vermeiden. Ein solider Kühlkörper sorgt dafür, dass der Prozessor auch über längere Zeit seinen vollen Takt halten kann, gerade bei den leistungshungrigeren Core-Ultra- und K-Prozessoren macht sich das bemerkbar. Bei Einsteiger-Boards reicht eine einfache Kühlung meist trotzdem aus, da diese im Regelfall auch mit einer günstigeren CPU gepaart werden, die weniger Leistung benötigt. 


Ähnlich verhält es sich mit Arbeitsspeicher und PCIe-Anbindung. DDR5 ist gegenüber DDR4 nicht nur schneller, sondern erlaubt auch höhere Gesamtkapazitäten, was vor allem beim Multitasking oder bei Streaming-Setups spürbar wird, für reines Gaming reichen aber meist schon 32 GB aus. PCIe-5.0-Anbindungen verdoppeln gegenüber PCIe 4.0 die theoretische Bandbreite pro Steckplatz, aktuelle Grafikkarten schöpfen das zwar noch nicht komplett aus, zukünftige Modelle könnten davon aber profitieren. Bei M.2-Steckplätzen für SSDs gilt dasselbe Prinzip, ein M.2-Slot mit PCIe-5.0-Anbindung ermöglicht doppelt so hohe Übertragungsraten wie einer mit PCIe 4.0, spürbar wird das vor allem beim Laden großer Dateien oder beim Kopieren zwischen zwei schnellen SSDs. Bei den Anschlüssen lohnt sich ein Blick auf die genauen Bezeichnungen. USB-C mit 20 Gbit/s ist deutlich schneller als klassisches USB-A mit meist 5 bis 10 Gbit/s und eignet sich damit besonders für externe SSDs. Thunderbolt 4 geht noch einen Schritt weiter und erlaubt zusätzlich den Anschluss von Monitoren mit hoher Auflösung über denselben Port. Bei einer WLAN-Verbindung sorgt WLAN 7 gegenüber WLAN 6E vor allem für höhere Übertragungsraten und weniger Störungen in Umgebungen mit vielen Funknetzen, für eine stabile Verbindung reicht in den meisten Wohnungen aber auch WLAN 6E völlig aus. 


Alle Boards dieser Kaufberatung nutzen den ATX-Formfaktor, der mit einer Größe von etwa 305 × 244 Millimetern die gängigste Mainboard-Größe ist. Er passt in praktisch jedes Midtower- oder Fulltower-Gehäuse und bietet gegenüber dem kompakteren Micro-ATX in der Regel mehr Steckplätze sowie mehr Platz für eine großzügigere Kühlung der Spannungsversorgung. Dafür braucht ATX auch etwas mehr Platz im Gehäuse, bei den meisten gängigen Gehäusen ist das aber kein Thema, nur bei besonders kompakten Builds solltest du die Maße vorher prüfen.