Worklog DIY-Holz-PC fürs Wohnzimmer

Nekonotora

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Sep 15, 2022
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Moin zusammen,

vor einiger Zeit habe ich hier schon mal einen Kallax-PC vorgestellt. Dieses Mal steht ein neues Projekt an: ein Wohnzimmer-PC im Sideboard.
Der Rechner soll nicht irgendwo versteckt werden, sondern sichtbar und optisch passend unter dem Fernseher seinen Platz bekommen – also eher Möbelstück als klassische PC-Kiste.


🔧 Rahmenbedingungen:
  • Gehäuse entsteht aus Sperrholz, zugeschnitten mit dem Lasercutter
  • ergänzt durch 3D-gedruckte Abdeckungen und Knöpfe
  • Ziel: ein System, das technisch zuverlässig läuft und dabei auch optisch etwas hermacht

💻 Hardware, die verbaut wird:

Die Komponenten sind bereits vorhanden und haben ihren ersten Testlauf hinter sich.

Zum Start schon mal ein Blick auf das Sideboard, in das der Rechner einziehen wird → IMG_8356.JPG_compressed.JPEG

Und hier eine erste Skizze vom Gehäuse →
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👉 Als Nächstes folgt ein „Testlauf ohne Gehäuse“. Schließlich muss ich ja erst mal herausfinden ob die Hardware in dem kleinen Fach überhaupt sinnvoll zu kühlen ist.

Was meint ihr: Holz natur lassen oder lackieren? Bei der Front selbst bin ich mir auch noch nicht ganz sicher wie es genau aussehen soll. Vielleicht hat ja der ein oder andere hier ein paar Vorschläge.
 
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Reactions: Luis D.
Nachdem die Planung soweit stand, wollte ich nicht gleich mit dem eigentlichen Gehäuse loslegen. Stattdessen habe ich mir erstmal einen kleinen Benchtable im CAD zusammengestellt – sozusagen als Testumgebung, bevor es ernst wird.

Was man nicht alles in der Mittagspause schafft. 😅 Da ich vor einiger Zeit schon einmal ein Gehäuse im CAD gebaut habe, konnte ich viele Abmessungen der Hardware einfach übernehmen. So war recht schnell ein kleiner Benchtable zusammengestellt.
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Der hat für mich gleich mehrere Vorteile: Die Hardware liegt nicht einfach lose im Fach, sondern kann ordentlich befestigt werden. Außerdem lässt sich so direkt testen, ob alle Teile sauber montierbar sind.
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Besonders spannend wird es bei den eingelassenen Muttern – hier möchte ich sehen, ob mein Laser die nötige Präzision dafür liefert. Auch das Verkleben der gelaserten Teile möchte ich gleich ausprobieren, da ich mir bei den Toleranzen noch nicht ganz sicher bin.

Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob das alles so funktioniert, wie gedacht. Falls es gut läuft, baue ich das kleine Teil am Wochenende zusammen und kann euch dann hier ein Update zeigen.
 
Kleines Update: Der Benchtable ließ sich tatsächlich ohne große Dramen zusammenstecken.
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Die Lösung mit den Muttern hat übrigens tatsächlich geklappt (sauberer Sitz, nichts wackelt).
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Ein paar Erkenntnisse gab’s trotzdem: „4 mm“ Sperrholz von Amazon sind in echt eher 3,8 mm (wer hätte es ahnen können 😅), der Keller-Kleber nach drei Jahren ist mehr Paste als Kleber, und Linux Mint mit ganz frischer Hardware hat anfangs etwas gezickt. Unterm Strich: alles zusammenbekommen, bootet, läuft erst mal stabil.
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Aktuell überlege ich, ob das Netzteil links oder rechts ins Fach soll. Spannender Punkt: Ist es klug, das Netzteil direkt gegenüber der Grafikkarte zu platzieren? Einerseits ziehen beide Luft und könnten sich gegenseitig die Frischluft „wegatmen“. Andererseits rückt die GPU dadurch weiter von der Gehäusewand ab und bekommt eventuell mehr Luft – gerade weil das Gehäuse ausschließlich von vorne mit Frischluft versorgt wird.
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In die Front kommen definitiv zwei 120-mm-Lüfter. Temperaturmäßig wirkt das Fach bislang entspannt; ein paar ordentliche Stresstests stehen aber noch an, bevor ich mich aus dem Fenster lehne.
 
Kleines (verspätetes) Update – hat alles etwas länger gedauert als gedacht, aber nun geht’s endlich weiter! 😄


Ich habe mir ein neues Design für die Front überlegt, das deutlich stimmiger wirkt als die erste Variante.
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Außerdem habe ich ein paar Testbauteile für die Front-USB-Anschlüsse gefertigt, um zu schauen, wie sich das Ganze später sauber integrieren lässt.
Passend dazu habe ich eigene Knöpfe mit integrierten LEDs konstruiert und getestet – sehen nicht nur schick aus, sondern fühlen sich auch erstaunlich hochwertig an. Und weil ich’s natürlich nicht mehr abwarten konnte, habe ich das Frontpanel direkt gelasert und zusammengeklebt. Jetzt kann man schon ganz gut erahnen, wie das Ganze später im eingebauten Zustand aussehen wird.
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Ein paar Details im Inneren müssen allerdings noch geklärt werden, und auch die endgültige Netzteilposition steht noch zur Diskussion. Aber immerhin – es nimmt langsam richtig Form an!
 
Wow :love: richtig coole Idee. Die Holzdetails aus dem Lasercutter sind extrem geil! :cool: Kannst du zu zur Langzeiterfahrung was berichten? Wie verhält sich das Holz mit den Temperaturen? Gibt's Vibrationen/Klackern? VG
 
Ich könnte euch generell erst einmal den Zusammenbau zeigen. Das ist bei mir leider ein bisschen eingeschlafen. Das System habe ich zwar schon länger fertig, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen, es hier zu dokumentieren. Daher gibt es hier erst einmal ein paar Impressionen.
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Natürlich durfte meine Cyberkatze nicht fehlen > auch wenn man davon später vermutlich nicht mehr viel von sehen wird.

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Hier sieht noch alles etwas chaotisch aus aber ich habe mit dann noch entsprechende Abdeckungen konstruiert und aus PETG gedruckt.
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Bisher läuft das Ganze richtig gut. Wichtig ist nur, dass hinter dem Schrank etwas Platz bleibt, damit die Abluft entweichen kann. Das komplette System wird von den beiden 120-mm-Lüftern zwangsbelüftet. Hinten ist alles offen, und die Grafikkarte sitzt genau im Totpunkt des linken Lüftermotors. Das bedeutet, dass die gesamte Abwärme direkt nach hinten herausgedrückt wird.

Das funktioniert erstaunlich gut und lässt sich sogar mit einem Räucherstäbchen nachvollziehen. Die Temperaturen sind bisher auf dem Niveau eines normalen Blechgehäuses. Meiner Meinung nach hat das Material dabei keinen Einfluss, da hier alles offen ist und sämtliche Komponenten direkt im Luftstrom sitzen. Ich habe ja schon einmal etwas Ähnliches aus Blech gebaut – bei dieser offenen Bauweise gibt es keinen Unterschied.

Außerdem erzeugen die verbauten Komponenten ohnehin nicht besonders viel Abwärme. Als Nächstes ist geplant, das Ganze mit einer Fernbedienung auszustatten, damit ich den PC bequem vom Sofa aus starten kann. Eventuell kommen vorne noch ein paar gedruckte Lamellen dazu, damit man von den Lüftern gar nichts mehr sieht.
 
  • Liebe!
Reactions: Clu
Hammergeiles Projekt!
Hast du beruflichen "Holz-Hintergrund" oder bist du Laie? Also Laser-Cutter bei Ali gekauft und let's try 😅? Find die Präzision der Cuts in den Waben oder Lüfteröffnungen extrem gut gelungen :oops:, da ging ordentlich Material raus und trotzdem saubere Kanten.
Ich hab Holz immer gemieden weil Holz-Strom (viele Amps :ROFLMAO:) - Brandgefahr. Aber von der Isolation gesehen King und macht richtig was her im Wohnraum weil's eben Holz ist. Wäre da Hartholz als Vollmaterial denkbar oder würde man sowas für die Optik eher Furnieren?
Einziges Problem, das ich bei der Monatgehöhe und dem Schrankverbau sehe - Staub :ROFLMAO:. VG
 
Nee, ich habe beruflich nichts mit Holz zu tun. Ich bin Ingenieur und konstruiere hauptsächlich Fahrradrahmen. Daher habe ich eine leichte Schwäche für Laser und 3D-Drucker. In diesem Fall sind das allerdings recht günstige DIY-Geräte, und ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, möglichst günstig basteln zu können.

Bei einem Gehäuse aus Stahl wird alles recht schnell teuer, und ich kann die Qualität, die ich mir vorstelle, zu Hause einfach nicht erreichen. Was Holz angeht, lerne ich noch. Hier hätte ich vermutlich auch besser alles ordentlich schleifen sollen. Aber wer weiß – ich baue bestimmt noch mehr Gehäuse.

Außerdem habe ich herausgefunden, dass Pappelsperrholz dafür richtig gut funktioniert. Zum einen schneidet mein Diodenlaser das Material sauber und schnell, zum anderen verzieht es sich kaum. Bei Vollholz muss man vermutlich deutlich mehr beachten. Furnieren wollte ich auch mal ausprobieren, aber bei diesem Projekt habe ich erst einmal mit etwas Einfacherem angefangen. Es ist ja alles so konstruiert, dass man im Grunde nur die Schnittkanten an den Lamellen sieht. Würde das Gehäuse frei im Raum stehen, hätte ich es wahrscheinlich anders gebaut, damit die Zinkenverbindungen nicht so stark auffallen.

Was das Abfackeln angeht: Den Gedanken hatte ich natürlich auch. Dann habe ich mir aber gesagt, dass es früher schließlich auch Gehäuse und Konsolen aus Holz gab. Außerdem steckt bei mir immerhin nicht der berüchtigte Nvidia-Abbrennstecker drin.

Beim Staub hast du allerdings recht. Das System wird natürlich etwas staubiger. Ich mache dafür lieber ab und zu sauber und habe den PC im Idle praktisch unhörbar. Damit das funktioniert, muss das Ganze eben so offen wie möglich sein.
 
Für zuhause sind die DIY Chinaböller oft besser als gedacht, hatte auch schon einiges an Tools, aber mein Platz ist leider begrenzt 🙈 .
Aktuell wäre es eine mini-CNC für den Schreibtisch :ROFLMAO:.
Aber wenn dein Laser auch andere Materialien kann - boah da gehen gleich sämtliche Mix-Optionen auf :love:.
Denk ich mir, dass das Material gut funktioniert, schließlich sind diese 3D Puzzles auch nix anderes. Und da glaub ich kommt noch ein ganz anderer Punkt ins Spiel: der Build selbst :).
Das hat schwer was von Origami/Puzzle - Stressbewältigung, bestimmt mega-entspannt die Teile zusammen zu setzen.
Wie lange hast gegrübelt und gebaut an dem Gerät?

Wegen der "Leistung auf Holz" und Brandgefahr, kannst dich evtl. künftig mal im SSF Workstation GPU Segment umsehen. Derb was Nvidia mittlerweile aus 70w rausholt, also ohne zusätzlichen Stromanschluß. Ich hab mir fürs Wohnzimmer so ne leise Kiste gebaut mit einer Workstation GPU, genau aus dem Grund "Watt=Wärme & Lautstärke"