Gebrauchten Gaming PC kaufen ~700€

Racoon8

Neuling
Themen-Ersteller
Jun 28, 2026
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Hallo,

mein PC hat sich leider gestern verabschiedet (Vermute CPU tot, der Lüfter dreht sich nicht mehr).
Nun suche ich jedenfalls dringend Ersatz und diese Angebot auf Kleinanzeigen scheint mir das Beste für meine Zwecke zu sein (für 699€ VB):

"Günstigster Neupreis aller Komponenten ohne die kleine SSD und die 1TB HDD laut Geizhals über 1000€!

CPU: AMD Ryzen 7 5700x (bis zu 4.60 GHz)
Kühler: Endorfy Spartan 5 RGB

Grafikkarte: Sapphire Pulse Radeon RX 7600 OC, 8GB GDDR6

Mainboard: MSI B550 Gaming Gen.3
RAM: 32 GB DDR4 3200 MT/s G.Skill AEGIS

Festplatten: 1 TB Lexar NM 710 + 256GB SSD + 1TB HDD

Gehäuse: LC Power Gaming 804B Obsession X- RGB
Netzteil: Gamdias Kratos M1-600 80+ Bronze"

Was mich anspricht:
-starke CPU im Vergleich mit anderen Angeboten
-6x 3,5'' SATA vom Mainboard unterstützt, leider nur 3 vom Gehäuse
-ca. 2 Jahre alte Komponenten laut Verkäufer, vom "Fachmann" zusammengebaut
-32GB DDR4 RAM, bietet auch nicht jeder
-die GPU ist der schwächste Part, andere bieten durchaus eine 3060 TI o.ä. in dem Preissegment (aber das kann ich am ehesten verschmerzen bzw. am meisten Mut, evtl. später aufzurüsten)

Nun die Fragen:

1. Meine größte Sorge ist die Datenrettung von meinen alten Festplatten. Ich habe 4 Stück. Eine 256er SSD auf der windows 10 lief und 3x SATA HDDs. Die sollten doch einfach in das neue win 11 System verbaubar sein und funktionieren, oder? Die SSD natürlich nicht mehr zum Booten.

Am liebsten würde ich einmal mit dem neuen PC versuchen, von der SSD zu Booten. Schlecht Idee? Kann ich an der Hardware was kaputt machen oder ist ein Bluescreen das schlimmste das passieren kann?

Ich fahre zum Besitzer persönlich hin, um den PC auszuprobieren. Soll ich meine Festplatten mitnehmen und vor Ort einbauen, um die Kompatibilität zu testen oder ist das "frech" bzw. unnötig weil "wird schon passen". Andererseits will ich den PC ja kaufen und mitnehmen, da wäre es schon sinnvoll ihn so zu testen wie ich ihn auch benutzen werde. Wie gesagt, Datenrettung ist meine absolute Priorität im Moment. Wäre ärgerlich wenn ich die Festplatten formatieren müsste o.ä.

2. Die 600 Watt PSU. Hat sie genug Power für das System und hat sie genug Stränge für meine Festplatten?
Meine alte PSU hat 550W und damit hatte ich nie Probleme. Die Komponenten waren aber auch von 2016.

3. Worauf soll ich beim testen achten? Ich habe mir aufgeschrieben, FurMark und Prime95 durchlaufen zu lassen, um die CPU, GPU und den RAM unter Last zu sehen. Sonst noch etwas von Software Seite aus?

Muss sagen, ich bin viel zu unerfahren, um von den Werten, die diese Programme ausspucken, irgendetwas sinnvolles herauszulesen. Mir geht es darum, dass die Komponenten sich nicht über 85°C erhitzen und die GPU keine Artefakte verursacht.

Soll ich den Besitzer fragen ob er ein Spiel installieren kann oder wird die Funktionstüchtigkeit der GPU eh schon von FurMark getestet und ein Spiel offenbart eigentlich keine neuen Infos?

4. Natürlich will ich den PC auch einmal aufschrauben (vllt. auch um meine Festplatten einzusetzen). Gibt es irgendetwas worauf ich achten sollte außer Kabelmanagement, Staub und offensichtliche Macken?

5. Seltsame Antwort vom Verkäufer: er meint er weiß nicht welche Win11 Version er hat... Mir ist egal, ob es Home oder pro ist, aber er sollte es eigentlich schon wissen. Er meinte, die Lizenz "sollte" freigeschaltet sein und er hat windows 11 nicht extra auf einen USB Stick bekommen. Außerdem sagte er, man könne win 11 problemlos neu aufsetzen, die Lizenz wird "heutzutage auf dem Mainboard gespeichert". Handelt es sich hier etwa um eine OEM Version, die an das Mainboard gebunden ist und unbrauchbar wird, sobald ich es auswechsele? Kam mir komisch vor seine Antwort, normalerweise sollte man wissen welche version man hat. Ich hake noch mal nach. Wenn ich mir von ihm einen Screenshot schicken lasse, wie bekomme ich heraus ob die Version OEM ist (oder überhaupt legal)? Sollte er nicht ein Passwort o.ä. haben? Ich habe noch nie Win11 benutzt.

6. Soll ich sonst noch etwas mitnehmen bzw. ihn vorbereiten lassen neben Installation der Software zum testen? Bin natürlich etwas eingeschränkt ohne Zugriff auf einen PC.

Das war's erst mal, melde mich sobald hier Antworten sind oder falls ich noch weitere Fragen habe. Freue mich über jeden Tipp bzgl. gebrauchter PCs auch wenn ich nicht explizit danach gefragt habe.
 
Hallo,

ob der Preis angemessen ist, kannst du am einfachsten überprüfen, indem du den PC auf geizhals nachkonfigurierst und dann für jedes Jahr seit dem Erstkauf cva. 15-20% Wertverlust abziehst. Du müsstest allerdings, um exakt zu sein, den damaligen Neupreis für jede Komponenten anhand des Preisverlaufs bei gh zu Grunde legen, vor allem auch beim RAM.

Wobei man dann auf den so ermittelten heutigen Wert ggf, noch ca. 10% draufrechnen kann wg. der aktuellen "Speicherkrise".

Zu deinen Fragen:

1. Wenn es sich um reine Datenplatten handelt, sollte die Übernahme in einen anderen PC kein Problem darstellen, sofern ausreichend Anschlüsse am neuen Mainboard und Netzteil vorhanden sind.

2. Von den reinen Specs her würde das NT ausreichen, es ist jedoch qualitativ eher minderwertig. schau dir auch eine Kundenbewertung bei gh an. Wenn du ruhig schlafen willst, würde ich es gegen ein hochwertigeres Modell tauschen.

3. jeweils ca. 30 Min. FurMark und Cinebench R 24 (im Idealfall parallel) solte reichen, P95 ginge auch, ist aber schon fast bissl "oversized". Und dabei am besten mit HWInfo die Tenps von CPU,. GPU und Mainboard VRM (sofern ausgelesen) checken!

4. Ja, nix kaputtmachen 😄
Aber im Ernst: außer prüfen, ob auch das verbaut ist was angegeben wird und der PC einigermaßen clean ist, fällt mir dazu jetzt nbicht viel mehr ein...doch, schau mal nach, ob der Verriegelungshebel am GraKaSlot noch funktioniert, der reißt manchmal ab; und auch die Kipphebvelkchen an den RAM Slots sollten noch alle vorhanden sein.

5. Ja, da solltest du aufpassen! Grundsätzlich ist der Aktivierungs-Key immer an die Mainboard-ID gebunden. D. h. wenn du ein neues Mainboard einbauen solltest - selbst das gleiche Modell -, würdest du einen neuen Key benötigen.
Wie es sich verhält, wenn du Windows mal neu aufsetzen willst ode rmusst, OHNE das Mainboard zu tauschen, weiß ich jetzt nicht, es könnte sein, dass di dann den Key neu eingeben musst, aber da bin ich nicht sicher. Mein Rat wäre daher, am besten den Key mit entsprechendne Tools auszulesen und zu notieren, für alle Fälle.
Am besten, du bittest ihn, den PC erst in deiner Gegenwart einzuschalten, dann siehst du auch gleich, ob ein Kennwort benötigt wird. Das kann sowohl bei Win 10 als auch 11 erforderlich sein, sofern man nicht in den Einstellungen regelt, dass der pC ohne KW gestartet werden kann.

6. Ich würde mir noch den Task Manager und den Autostart anschauen, einerseits, ob die CPU Last im Idle nicht höher als ca. 1-3% ist und andererseits, ob im Autrostart irgendwelche "ominösen" Progrmamme installiert sind. Du könntest dann auch noch CPU-Z und GPU-Z installieren lassen, falls nicht schon vorinstalliert, um die Versionen von BIOS und Grafiktreiber zu checken, beide sollten nicht zu alt sein.
Ach ja, und evtl. auch noch CrystalDisk Info, um zu schauen, wie gut die Festplatten noch in Schuss sind (sofern er sie mitverkauft).

LG N.
 
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